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Schonzeit für Rehwild im Kreis Göttingen

Luchs und Fuchs auf Achse Schonzeit für Rehwild im Kreis Göttingen

Die Jagdsaison auf Rehwild ist beendet: Mit Ablauf des Januars gilt für das sogenannte Schalenwild (Rehe und Hirsche) Schonzeit. Auch die Zeit der Drückjagden ist nun vorbei. „Die Saison ist problemlos verlaufen“, bilanziert Ernst-Friedrich Wille, stellvertretender Kreisjägermeister.

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Der Luchs breitet sich im östlichen Landkreis Göttingen aus.

Quelle: dpa

Göttingen. Aber: „Die Abschusszahlen beim Rehwild konnten wir nicht in allen Revieren erfüllen“, sagt Wille und hat dafür eine Erklärung: „Das hat viel mit dem Luchs zu tun.“ Der Luchs sei definitiv zurück in den Revieren der Region, vor allem im Bereich der Gemeinde Gleichen, im Eichsfeld und in der Region um Landolfshausen sei er beobachtet worden. „Entweder wurden Tiere gesehen oder ihre Fährten gefunden“, so Wille. „Das Reh ist die Lieblingsbeute des Luchses‘“, erklärt Wille. Wenn ein Luchs durch das Revier streife, ziehen sich die Rehe zurück, äsen eher im Verborgenen. „Ich selbst habe in meinem Revier einen Luchs beobachtet“, sagt der Landwirt und Jäger.

 
Ebenfalls pudelwohl fühlt sich derzeit auch der Fuchs in Südniedersachsen. Nach der Mäuseschwemme im Spätherbst finden die Tiere genügend Futter, die Bestände haben sich nach einer Staupewelle im Jahr 2014 kräftig erholt. Jungfüchse dürfen weiterhin  geschossen werden. Die milden Winter hätten laut Wille generell dazu geführt, dass das Wild in der Region nicht viel auszustehen hat. „Auch die Wildschweine freuen sich“, sagt Wille. Zwar hätten die Jäger in der Saison „gut geschossen“, aber: „wir haben immer noch sehr viele.“ Das milde Wetter lässt die Bachen früher rauschig werden. Das heißt, die Sauen werden früher trächtig. „Es gibt jetzt schon Frischlinge“, so Wille. Tiere, die im vergangenen Jahr geboren wurden, oder Frischlinge dürfen auch weiterhin gejagt werden,  Bachen und Keiler haben Schonzeit bis Juli.

 
Von den milden Wintern profitiert hat auch das Rebhuhn. In der Region Göttingen war es nur noch selten zu finden. „Jetzt sehen wir es wieder häufiger“, sagt Wille. „Aber wir stehen noch ganz am Anfang.“

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