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Schüler bis zu zwei Stunden im Bus

Kreis ändert Route Schüler bis zu zwei Stunden im Bus

 „Peine, Pattensen, Paris“ – mit dieser Redensart lässt sich die tägliche Schulfahrt von Kira auch beschreiben: von Bovenden nach Göttingen über Lödingsen und Elliehausen. Das sind bis zu eineinhalb Stunden Fahrzeit. Dabei liegen Wohnort und Schule nur sieben Kilometer auseinander, der direkte Weg würde mit einem Auto keine 15 Minuten dauern.

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Manchmal lange auf Tour: Stress auch mit Schulbus-Schild.

Quelle: EF

Bovenden / Göttingen.  Und für den Heimweg benötige der Bus häufig noch viel länger, klagt Kiras Mutter Beatrix Rudolph. Eine Stunde Verspätung seien keine Seltenheit. Gut zwei Stunden sei ihre Tochter dann unterwegs, „und wir machen uns Sorgen“.
„Eine Zumutung, wer plant solche Touren“, klagt Rudolph weiter. Zumal ihre Tochter als Grundschülerin im zweiten Jahrgang eine Sprachheilklasse an der Göttinger Brüder-Grimm-Schule besucht. Für die Schülerbeförderung ist der Landkreis Göttingen zuständig, er hat ein Busunternehmen beauftragt.

Kiras Schultag beginnt früh: Um 6.55 Uhr wird sie als erste in Bovenden mit dem Bus abgeholt. Ziel: die Brüder-Grimm-Schule an der Robert-Koch-Straße in Göttingen. Der Bus fährt laut Rudolph zunächst gen Westen nach Lödingsen bei Adelebsen, nach Elliehausen und ins Groner Gewerbegebiet, bevor er die Schule erreicht. Auf seinem Weg holt er andere Kinder ab. Zurück die gleiche Tour. Allerdings verspäte sich der Fahrer nachmittags immer wieder. Mehrfach sei Kira zwei Stunden unterwegs gewesen und erst um 17.30 Uhr angekommen. „Wir haben dann Angst, dass etwas passiert ist. Der Fahrer des früheren Unternehmens hat wenigstens von unterwegs alle Eltern angerufen.“

Landkreissprecher Marcel Riethig bestätigt, dass bei dem Unternehmen Ende September und Anfang Oktober krankheitsbedingt ein anderer Fahrer die Tour übernommen habe. Dadurch sei Kira heimwärts an einigen Tagen zwischen 16.14 Uhr und 16.32 Uhr in Bovenden angekommen. Die übliche Ankunft liege zwischen 16.05 und 16.15 Uhr. Abgeholt würden die Schüler kurz nach Schulschluss etwa um 15.40 Uhr. „Damit bewegen sich die Fahrtzeiten von 25 bis 35 Minuten innerhalb eines Rahmens der Satzung zur Schülerbeförderung“, so Riethig. Erlaubt sei eine Fahrzeit von 60 Minuten. Der Kleinbus mit Kira und anderen Schülern fahre zudem nur über den Holtenser Berg, Holtensen und Lödingsen, Stopps in anderen Dörfern seien nicht bekannt.

Dennoch sei der Fahrplan jetzt noch einmal überprüft worden, so Riethig. Ergebnis: Die zwölf betroffenen Kinder würden anders auf die zwei eingesetzten Busse verteilt. Kira fahre künftig nur über Holtensen und ohne Schlenker via Lödingsen.

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