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Schüler der Heinrich-Böll-Schule auf Eisbahn der Lokhalle Göttingen

Mit dem Rollstuhl über das Eis Schüler der Heinrich-Böll-Schule auf Eisbahn der Lokhalle Göttingen

80 Schüler haben auf der Eislauffläche hinter der Lokhalle einen Schultag verbracht. Das Besondere war, dass viele dieser Kinder körperlich behindert sind und Schlittschuhlaufen für sie keine Selbstverständlichkeit ist. Doch mit Unterstützung vieler Helfer gab es jede Menge Spaß auf dem Eis.

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Sichtlich Spaß auf dem Eis: Heinrich-Böll-Schüler auf der Schlittschuhbahn an der Lokhalle.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie schlitterten, juchzten und rollten über die glatte Fläche. Wenn jemand ausrutschte, geschah das meistens mit Absicht, denn bei jedem Sturz gab es ein Riesen-Gummibärchen als Trostpflaster. Das sprach sich schnell herum. Helga Martin ist Lehrerin an der Heinrich-Böll-Schule und organisiert diese Aktion bereits seit 15 Jahren. Unterstützt wird sie von Petra Hebig, Lizenzinhaberin von Mc Donald Göttingen, und Frank Diederich vom Sanitätshaus Bodo Schmidt.

Hebig war es schon immer eine Herzensangelegenheit, den Schülern mit dem Eislaufen eine Freude zu bereiten. Diederich hatte drei eistaugliche Spezial-Rollstühle mitgebracht, um die er sich kümmert. Ein Rollstuhl fuhr auf Kufen, die beiden anderen auf dicken Reifen. Auch der Fahrdienst Sonnenschein unterstützte den Traum auf Eis und fuhr die Schüler mit zwölf Kleinbussen.

Das Eislaufen wurde von den Schülern der Heinrich-Böll-Schule bereits lang herbeigesehnt, sagte Helga Martin. Sie freute es besonders, dass an diesem Tag Inklusion gelebt werde, denn neben den Heinrich-Böll-Schülern sind auch Schüler der Grundschule Herberhausen und der Montessori-Schule mit von der Partie. So tobten behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam über das Eis, schoben sich gegenseitig und fuhren kleine Rennen. Kinder hätten wenig Probleme im Umgang miteinander, die Hemmschwelle sei sehr niedrig, erklärte Martin das Projekt Eiszeit. Außerdem müsse man auch mal den Mut haben, etwas neues auszuprobieren, ergänzte Hebig.

Von Katrin Westphal

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