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„Ein bisschen Menschlichkeit ist nicht verkehrt heutzutage“

Sammlung für Kinder in Mosambik „Ein bisschen Menschlichkeit ist nicht verkehrt heutzutage“

Wie fühlen sich Straßenkinder, die mit einem Bauchladen oder als Schuhputzer unterwegs sind? Diese Erfahrung haben 33 Schüler des Hainberg-Gymnasiums am Montag in der Göttinger Fußgängerzone gemacht. Die Aktion ist Teil einer Kampagne des Kinderhilfswerks „Terre des Hommes“.

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Emilia Fischer putzt die Schuhe von Passanten.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. Engagiert gingen Schüler der fünften, sechsten und achten Klassen mit einem gelben Müllsack bekleidet durch die Fußgängerzone in Göttingen und verkauften zum größten Teil selbstgebastelte Waren aus ihrem Bauchladen oder boten ihre Dienste als Schuhputzer an. Das alles taten sie für den Aktionstag „Sichtwechsel - Straßenkind für einen Tag“ von „Terre des Hommes“.

Carlotta Petzke verkaufte Passanten Waren aus einem Bauchladen. Die 14-Jährige ist der Meinung, dass jedes Kind ein Recht auf Schulbildung und Nahrung hat. „Weil wir selbst so viel haben, müssen wir den Armen helfen“, sagte die Schülerin.

Weitere Schüler informierten an einem Stand am Alten Rathaus über die Nöte von Straßenkindern in armen Ländern und verkauften unter anderem selbstgebackenen Kuchen oder sammelten Spenden ein.

„Ich finde die Aktion richtig gut und habe viel gelernt.“

Die Sechstklässlerin Emilia Fischer sammelte Spenden am Stand am Alten Rathaus ein. „Es ist erstaunlich, wie viele Leute heute schon etwas gespendet haben“, sagte sie und ergänzte: „Ich finde die Aktion richtig gut und habe viel über das Leben der Straßenkinder gelernt.“

Die Lehrerinnen Anne Weiß und Monika Kleineberg unterstützten sie dabei. „Wir wollen nicht nur auf Straßenkinder aufmerksam machen, sondern auch, dass unsere Schüler die Situation von Straßenkindern nachempfinden können“, sagte Weiß, die auch Unesco-Koordinatorin am Hainberg-Gymnasium ist.

Straßenkinder schon im Vorfeld Thema im Unterricht

Bereits im Unterricht haben sich die Schüler mit Straßenkindern beschäftigt. „Wie überleben diese Kinder? Und wie kann man ihnen helfen? Das waren Themen im Unterricht“, erzählte Weiß. Die Lehrerin betonte, dass es nicht darum gehe, „so zu tun, als wäre man ein Straßenkind“. Ganz wichtig sei es, einen Sichtwechsel bei den Schülern herbeizuführen. „Die Erfahrung zeigt, dass es gut für die Schüler ist, nicht nur darüber zu reden, sondern auch in Aktion zu treten“, erläuterte Weiß.

Lukia Curdt bot den Menschen in der Fußgängerzone Schuhputzdienste an. „Viele sagen, sie haben keine Zeit. Aber wir waren heute erfolgreich und haben einiges eingenommen“, erzählte der Achtklässler. „Man muss etwas gegen die Armut der Straßenkinder machen.“

„Wenn es einem selbst gut geht, kann man anderen helfen.“

Gerd Händel gab den Kindern eine Geldspende. „Wenn es einem selbst so gut geht, kann man auch mal anderen helfen. Ein bisschen Menschlichkeit ist nicht verkehrt heutzutage“, kommentierte er seine Spende. Die Einnahmen kommen Kindern in Mosambik zugute.

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