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Schüler pflanzen Buchen und Bergahorne

Große Pflanzaktion Schüler pflanzen Buchen und Bergahorne

Reinhausen. Waldarbeit ist ein mühsames Geschäft. Das hat Nils Ole (11) gestern am eigenen Leib erfahren: Mit mehr als 200 Mitstreitern, Schülern der Carl-Friedrich-Gauß-Schule Groß Schneen und des Max-Planck-Gymnasiums Göttingen, hat er im Niedersächsischen Forstamt Reinhausen Bäume gepflanzt – als großer Auftakt des internationalen Jahres der Wälder, pünktlich zum Frühlingsanfang und genau am internationalen Tag des Waldes.

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In Aktion: Carlos und Pascal.

Quelle: Pförtner

„Kartoffeln pflanzen ist einfacher“, stellt Nils-Ole fest, nachdem er unter sachkundiger Anleitung durch Forstmitarbeiter 36 Bäumchen in den teils steinigen, teils verwurzelten Waldboden gesetzt hat. Insgesamt pflanzten die Helfer aus fünften bis siebten Klassen beider Schulen 3500 Buchen, 1500 Bergahorne, 200 Vogelkirschen und einige Elsbeeren, „den Baum des Jahres“, sagt Burckhard Verch, Leiter des Waldpädagogikzentrums Göttingen in Reinhausen. Die jungen Baumpflanzer wurden per Bus in den Wald gebracht.


Und auch einige Überraschungsbäumchen könnten in einigen Jahren auf dem vor vier Jahren von Sturmtief Kyrill gerupften sogenannten sauren Fleck bei Reinhausen gedeihen. Der elfjährige Linus Lee pflanzte nicht nur die von den Landesforsten und ihren Kooperationspartnern Benefiz, Bingo-Lotto und der Stiftung Zukunft Wald zur Verfügung gestellten Setzlinge, sondern auch Apfelbäume. Deren Saatgut fand er in seinem Lunchpaket, „ich habe die Kerne einfach in die Erde gesteckt“, erzählt der Schüler der Groß Schneer Haupt- und Realschule. Seit Kyrill im Jahr 2007 tiefe Schneisen in die Niedersächsischen Wälder schlug, sind die Landesforsten mit der Aufforstung kaum nachgekommen. Zu groß war der Bedarf an jungen Laubbäumen, die als Ersatz für umgerissene Nadelgewächse dienen sollten. „Wir konnten nur allmählich nachpflanzen“, berichtet Michael Rudolph, Sprecher für Niedersachsen-Süd der Landesforsten. Der Einsatz der Schüler und Schülerinnen aus der Region hat nun dazu beigetragen, weitere Lücken zu schließen.

Parallel zur Pflanzaktion bei Reinhausen haben aus Anlass des Jahres der Wälder niedersachsenweit rund 2000 Mädchen und Jungen in neun weiteren staatlichen Forstämtern zum Spaten gegriffen. Auch kleinere Initiativen gab es in der Region Göttingen. Im Flecken Adelebsen etwa propagierte die CDU-Landratskandidatin einen „CO2-neutralen“ Wahlkampf, indem sie mit dem CDU-Gemeindeverband einige Bäume pflanzte – und damit ihre Klimabilanz verbessern wollte.

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