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Schüler sollen ihre Stärken entdecken

Frischer Wind Schüler sollen ihre Stärken entdecken

Die „Neue IGS Göttingen“ ist seit Ende September in Betrieb. Als dritte Integrierte Gesamtschule in der Stadt und vierte im Landkreis Göttingen, hat die Schule in der Theodor-Heuss-Straße mit dem fünften Jahrgang begonnen, weitere Jahrgänge werden folgen.

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Quelle: Hartwig

Göttingen. Zentraler Bestandteil des Schulkonzepts ist der wöchentliche Projekttag, mit dem man sich, so Schulleiter Lars Humrich, ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet habe.
„Ich weiß von keiner weiterführenden Schule, die einen Schultag pro Woche für Projekte reserviert hat“, sagt Humrich. Auch die Grundschule Lenglern bietet seit Beginn dieses Schuljahres nach ihren Informationen einen Projekttag pro Woche an ihrem Außenstandort Harste für alle ihre Schüler an.

In der „Neuen IGS“ ist es der Mittwoch, der für die vier Klassen beziehungsweise Stammgruppen für Projekte vorgesehen ist. Deren Themen wären ohnehin im Unterricht behandelt worden, sagt Humrich. Der große Unterschied: Für die Umsetzung seien Kooperationspartner von außen verantwortlich. Hierfür habe das Team Institutionen gewinnen können, die eine große Bandbreite an Inhalten abdecken.

So geben die Basketballprofis der BG und der Sportverein ASC Einblicke in Fun-, Trendsport- und Profisportarten, das Luft- und Raumfahrtzentrum DLR klärt zu Lärm, Luftfahrt und Weltraum auf, und mit dem Jungen Theater bekommen die Kinder Gelegenheit, ihrer Fantasie beim Thema Märchen freien Lauf zu lassen. Außerdem bringt sich das Umweltbildungszentrum „RUZ“ Reinhausen mit den Themen Wald und Landwirtschaft ins Konzept ein. Dieses sieht vor, dass jede der vier Stammgruppen über fünf Wochen mit einem der Partner arbeitet. Damit sind so 20 Mittwoche im Jahr belegt, jede Stammgruppe nehme an allen Angeboten teil, sagt der Schulleiter.

Darüber hinaus finden über das Schuljahr verteilt Projekttage zum Thema „Rund um das Buch“ statt, die von der Uni-Bibliothek und dem Literarischen Zentrum angeboten werden. Für den letzten Projekttag vor Weihnachten an diesem Mittwoch hatte das Literarische Zentrum den Illustrator Einar Turkowski eingeladen. Anhand eigener Veröffentlichungen und eines Animationsfilms gab Turkowski Einblicke in seine Arbeitsweise, die Schüler konnten seine Illustrationen in die Hand nehmen und unterschiedliche Arbeitsmaterialien kennen lernen.

„Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Schüler über die Projekte Stärken an sich entdecken“, sagt Humrich. Der Mittwochvormittag mit Einar Turkowski habe gezeigt, dass viele Schüler wirklich Spaß daran haben. So auch Luise und Jonah. Sie haben mit ihrer Stammgruppe zuletzt am Theaterprojekt teilgenommen, sich dabei ohne Sprachgebrauch den anderen vorgestellt und sich Musik für ein Märchen überlegt. „Mit den Projekttagen haben wir Zeit für Neues, was wir sonst nicht kennen lernen würden“, sagen die Fünftklässler.

Nun ist das Team der IGS nach eigenen Angaben auf der Suche nach Partnern für das kommende Jahr. Gespräche sind im Gange, man möchte den Schülern gerne Projekte aus den Bereichen Tanz, Sport, Kultur sowie Natur- und Gesellschaftswissenschaften bieten.

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016