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Schüsse am Roringer Drakenberg

Ortsrat Schüsse am Roringer Drakenberg

Schüsse am Drakenberg: Weil sich bei ihm „telefonische Anrufe“ wegen Ruhestörung durch den Schützenverein häufen, hat Ortsbürgermeister Alfred Rosenplänter (SPD) das Thema mit einer offiziellen Anfrage in den Ortsrat getragen. Ein direktes Gespräch mit den Schützen sei zwecklos.

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Roringen. Nach Rosenplänters Angaben habe sich ein Bürger auch schriftlich bei ihm gemeldet. Und weil dieser im Ortsrat keine Anfrage an die Verwaltung stellen könne, habe er mit dem Bürger vereinbart, dass er als Ortsbürgermeister die Anfrage stelle, erläutert Rosenplänter. Nach seinen Ausführungen hätte es seit dem 24. August „nahezu“ immer mittwochs und sonnabends Schießübungen gegeben. Das Wochenende vom 23. bis 25. September habe „das Fass zum Überlaufen“ gebracht. „Ganztägige“ Schießübungen auch mit großkalibrigen Waffen seien im ganzen Ort zu hören gewesen. Rosenplänter fragt die Verwaltung nun unter anderem, ob der Schießbetrieb am Sonntag untersagt werden kann.

Weder bei Stadtverwaltung noch Polizei liegen für den genannten Zeitraum Beschwerden wegen Ruhestörung durch die Schützen vor. Und auch die Schützen weisen diese von sich. Ja, sagt Schütze André Faulhaber, an dem Wochenende sei auf dem Schießstand am Drakenberg, auf dem bereits seit 1958 trainiert wird, geschossen worden, aber keineswegs ganztägig. In dem Zeitraum, so Faulhaber, sei freitags trainiert worden, mittwochs und sonnabends habe es insgesamt sechs zusätzliche Trainings gegeben. Bei der Nutzung des Schießstandes beruft sich der Verein auf ein Gutachten bei Abnahme des Standes. „Der Stand ist ohne Auflagen abgenommen“, sagt Faulhaber. „Falls viele Beschwerden eingehen, muss wegen der Lärmwerte ein Gutachten her“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Das sei dem Verein bewusst, sagt Faulhaber.

Nein, sagt Rosenplänter, der Versuch, das Problem im direkten Gespräch mit dem Schützenvorstand zu klären, sei zwecklos. „Mit denen kann man nicht reden, die sind zu keinem Kompromiss bereit“, sagt er. Faulhaber hält dagegen: „Wir sind gesprächsbereit.“ Und der Vereinsvorsitzende Bernd Weigand ergänzt: „Früher haben wir Probleme immer direkt gelöst.“

Wer der Briefeschreiber ist, will Rosenplänter nicht sagen. Gegenüber dem Tageblatt gibt er aber an, dass „wohl jemand dem Schützenverein eins auswischen wolle“. Auch die Schützen vermuten das. Hintergrund ist schwelender Streit zwischen dem Schützenverein und der Feuerwehr, der zuletzt bis zu einer Dienstaufsichtbeschwerde gegen Ortsbrandmeister Detlef Koch wegen beschädigtem und aus dem Feuerwehrhaus entfernten Eigentums des Schützenvereins geführt hat. Koch ist Mitglied der SPD-Fraktion Ortsrat, der SPD-Ortsbürgermeister der Vorsitzende des Feuerwehrvereins.

Der Ortsrat tagt am Donnerstag, 20. September, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Lange Straße 4.

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