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Schützenherr "reuig und verdrossen"

Schützenfrühstück Schützenherr "reuig und verdrossen"

"Reuig und verdrossen" hat sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler in seiner Jungfernrede beim Schützenfrühstück gegeben. Wenn er es nochmals wage, über das Einstellen des Schießbetriebes zu reden, "dann gibt es Freibier - garantiert". Jubel im  Zelt ob des Versprechens.

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Schützenfrühstück: dreimal "joh" zum "Horrido".

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Köhlers Rede, in Kooperation mit Stadtsprecher Detlef Johannson (joh) entstanden, war der Höhepunkt des Schützenfrühstücks mit 500 Gästen und erhielt dreimal "joh" zum "Horrido". Zu deftiger Wurst, Brötchen und Gurke, vielfach auch zum ersten Bier, hörten die Schützen gern, dass Köhler nach dem Fauxpas im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften - Köhler wollte störenden Schießbetrieb einstellen lassen -  "sofort grüne Bettwäsche aufgezogen" habe.

"Was wäre wenn?"

Danach zielte der OB auf Verwaltung ("geschlossene Anstalt mit Patientenselbsthilfegrupe") und Ratspolitik ab und stellte die Frage, "Was wäre wenn?" Zum Beispiel, wenn CDU-Mann Fritz Güntzler nur noch in Berlin wäre: eine Ratsfraktion als Senioren-Hortgruppe. Von den Piraten wünscht sich Köhler, dass sie mal anfingen, Politik zu machen. Den Linken sei "die Selbstzerlegung durch politische Kernspaltung" gelungen, und wenn die Grünen nicht wären, könnte es ihm gelingen, in die Stadtgeschichte einzugehen - bei der Fahrt über die Südspange zum Golfplatz, gleich nach der Fleischmalzeit am Donnerstag in der Rathauskantine. Auch der eigenen Partei gab Köhler einen mit. Die habe Zuversicht: "Wir schaffen die Fünf-Prozent-Hürde!"

"Reuig und verdrossen" hat sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler in seiner Jungfernrede beim Schützenfrühstück gegeben. Wenn er es nochmals wage, über das Einstellen des Schießbetriebes zu reden, "dann gibt es Freibier - garantiert". Jubel im  Zelt ob des Versprechens.

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Die Rede von CDU-Kreisgeschäftsführer Thomas Deppe war am besten, wo sie selbstironisch wurde: "Motto der Göttinger CDU: "Mal verlieren wir, mal gewinnen die anderen!" Und sein politischer Ziehvater habe ihm mal geraten, Ehrlichkeit sei das Wichtigste. Wenn man die überzeugend vortäuschen könne, habe man als Politiker schon gewonnen.

"Köhler, der weiße Rauschgoldengel."

Schließlich erklomm Marietta von Uetze (eine Art Frau Jaschke aus der Provinz) die Bühne und zeigte gute Kenntnis in Schützenkreisen. Von den wichtigsten Schützen einschließlich Schützenherr ("Köhler, der weiße Rauschgoldengel.") wusste die Entertainerin Geschichten zu erzählen. Der Redner der CDU, so von Uetze, sei ja so jung, "schläft der schon durch?". Und der Sparkassen-Hald bringe seiner Frau allmorgendlich Kaffee ans Bett, zum Mahlen. Dessen fünf Nasszellen im Sparkassen-Neubau, so Köhler, seien angemessen groß "für die moderne Geldwäsche".

Fazit: Viele bekamen ihr Fett weg, selbst wer die Wurst mied, auch das Tageblatt. Die Wochenendkolumne, so Köhler, sollte "Der gedruckte Dobermann" heißen: "Die Redaktion spitzt die Ohren, Graells knurrt, Oppermann beißt."

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