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Schulanfänger und Speckkuchen

Wochenendkolumne Schulanfänger und Speckkuchen

Zwei Wochen Göttingen-Abstinenz und der Blick ist mal wieder ein wenig schärfer geworden für die eigene Stadt. Erster Gang durch die Weender: Das Loch vor dem Straßencafé ist immer noch so groß wie zuvor.

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Ilse Stein, Tageblatt-Chefredakteurin.

Quelle: CR

Göttingen. Eine kleine Nachfrage beim Servicepersonal – und dann ungläubig auch noch bei den Straßenbauarbeitern. Die Antwort ist die gleiche: „Der Baggerfahrer ist krank geworden!“ Und da es halt nur einen gebe in der kleinen Firma, so die Auskunft, gehe es eben nicht weiter. Will sagen: Das Loch bleibt offen. Die Stadt hingegen, das habe ich dann nachgelesen, ist davon überzeugt, dass alles schnell, gut und reibungslos läuft. Das mag sein. Aber die Zahl der Verstauchungen und Knieverletzungen, hervorgerufen durch ein Flanieren durch Göttingens City, ist allein in meinem Bekanntenkreis derzeit drastisch gestiegen. Aber wie heißt es so schön: „Alles wird gut.“

Der nächste Blick fällt auf das Alte Rathaus. Eine graue Bauhütte verschandelt das historische Ambiente, und sieht samt Regenrinne und Abflussrohr aus, wie für die Ewigkeit gemacht. Ist es aber nicht, sagt die Stadt. Dahinter verbirgt sich der Bau eines Aufzuges für Behinderte. Bis dieser dann fertig ist bis hinauf in den oberen Rathaus-Bereich – das wiederum kann dauern.

Kein Blick hingegen auf die Westseite der Lokhalle. Da kommt der Normalbürger ohnehin eher selten mal vorbei. Dennoch ereifert sich gerade der Städtebaubeirat darüber, dass der geplante Anbau nicht angemessen sei – wie im Tageblatt berichtet. Interessiert aber wohl eher nur die Fans der reinen Architektur-Lehre.

Dann doch lieber einen Blick auf die netten Seiten dieser Region. Nämlich auf die Beilage, die gestern im Göttinger und Eichsfelder Tageblatt erschienen ist: mit den strahlenden Gesichtern von gut 2050 Erstklässlern aller Grundschulen der Region – gerne auch ABC-Schützen, i-Dötzchen oder auf österreichisch Taferlklassler genannt.

Vorfreude dann beim Blick aufs Wochenende: zwei Tage Gänselieselfest mit einem bunten Programm, natürlich der Wahl des neuen Gänseliesels – und dazu noch eine Genussmeile an der Johanniskirche mit gastronomischen Angeboten aus Göttingen und Umgebung. Da bleibt wohl die  heimische Küche kalt. Ebenso wie am Montag, wenn es in allen Bäckereien wieder einmal den ebenso beliebten wie einmaligen Göttinger Speckkuchen zu kaufen (und zu essen) gibt. Anlass dafür ist alljährlich die Göttinger Gildenwahl. Eigentlich schade, dass der Speckkuchen nicht öfter im Jahr angeboten wird.

Weil wir schon bei den leiblichen Genüssen sind. Auch hier ein Grund zur Vorfreude. Am Mittwoch, 3. Oktober, dem deutschen Feiertag also, gibt es in Ballenhausen erstmals einen Marmeladen-Wettbewerb. Teilnehmen darf dabei jeder, der im Ort wohnt und mindestens 500 Gramm selbstgemachter Marmelade mitbringt. Bei der Verkostung zwischen 15 und 17 Uhr im Gasthof Meyer darf dann jedermann teilnehmen.

Was sonst noch so auf dem Programm der Redaktion steht: Oktoberfest in Bremke. Zwei Tage lang und richtig groß. Dazu Kirmes in Settmarshausen, Kürbisfest in Seulingen, Friesenpferde-Zuchtschau in Moringen, dazu Fußball- und Handballspiele in großer Zahl sowie am Sonntagabend Start der Basketball-Saison für die BG Göttingen gegen Science City Jena. Wem das alles zu viel und zu bunt ist, dem bleibt noch ein Gang durch den stillen Göttinger Stadtwald hinauf zum Bismarckturm. Zum letzten Mal in diesem Jahr.

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