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Schulbehörde darf Stelle an Gymnasium zunächst nicht besetzen

Verwaltungsgericht rügt Fehler Schulbehörde darf Stelle an Gymnasium zunächst nicht besetzen

Wegen zahlreicher Fehler beim Auswahlverfahren darf eine Koordinatorenstelle an einem Gymnasium im Landkreis Göttingen zunächst nicht besetzt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Göttingen entschieden.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Das Gericht gab damit einem Antrag eines Studiendirektors auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Auswahlentscheidung der Schulbehörde ab.

Die Richter rügten, dass die Behörde bei der Beurteilung der Bewerber unterschiedliche Maßstäbe angelegt und damit eine Bewerberin auf unzulässige Weise bevorzugt habe. Die Behörde habe weder die höhere Qualifikation noch die höherwertigen beruflichen Erfahrungen des Antragstellers hinreichend berücksichtigt (Aktenzeichen 1 B 42/15).

Die beiden Gymnasiallehrer hatten sich um die Stelle eines Studiendirektors zur Koordinierung schulfachlicher Aufgaben der Jahrgänge 7-10 beworben. Der Antragsteller ist bereits seit 2012 Studiendirektor und hat schon mehrere Jahre als schulfachlicher Koordinator gearbeitet. Seine Mitbewerberin war dagegen erst im Sommer 2014 zur Oberstudienrätin ernannt worden. Obwohl sie ein niedrigeres Statusamt und auch keine ebenbürtige berufliche Erfahrung vorzuweisen hat, machte sie das Rennen. Die Schulbehörde begründete ihre Entscheidung damit, dass die Lehrerin besser geeignet sei.

Das Gericht rügte unter anderem, dass die Auswahlentscheidung weder dem Leistungsprinzip noch dem Grundsatz der Bestenauslese Rechnung trage. Man habe vielmehr den Eindruck, dass der für die Beurteilung zuständige Regierungsschuldirektor nicht unvoreingenommen gewesen sei. Die Landesschulbehörde hat gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Beschwerde eingelegt.

Von Heidi Niemann

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