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Schule macht Theater

„Verstehen nicht verstehen“ im Deutschen Theater Schule macht Theater

Schüler spielen Theater, und zwar richtig: Nach einjähriger Probe haben Grundschüler der Göttinger Brüder-Grimm-Schule das Kindertheaterstück „Verstehen nicht verstehen“ für Förderer und Unterstützer aufgeführt. Das zeigten sie im Deutschen Theater, mit dessen Unterstützung das Stück erarbeitet und einstudiert wurde.

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Nach einjähriger Probe haben Grundschüler der Göttinger Brüder-Grimm-Schule das Kindertheaterstück „Verstehen nicht verstehen“ für Förderer und Unterstützer aufgeführt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Verstehen nicht verstehen“ wurde bereits mit dem Kulturpreis des Landkreises Göttingen ausgezeichnet. 40 Minuten wird getanzt, gespielt, geturnt und immer wieder gefragt. „Hier“ und „Stopp“ lauten die Kommandos, die sich die Kinder gegenseitig zurufen und befolgen. Oder sich für das Gegenteil entscheiden: Bei „alle sind brav“ wird gealbert, bei „alle gehen“ bewegt sich niemand.

In eingespielten Videosequenzen erzählen Kinder, was sie nicht verstehen. Sie fragen, warum es regnet, sie nicht fliegen können oder ein 15-Jähriger zum Basketball-U12-Training geht.

Sie haben wirklich jedes Kind mit ins Boot geholt“, lobten Stefanie Dietze und Dagmar Brenning von der Brüder-Grimm-Schule die Theater-Mitarbeiter. „Die Kooperation des Deutschen Theaters mit Schulen ist ein wichtiges Standbein“, erklärte Intendant Erich Sidler. Das Spiel von Kindern sei dem von Schauspielern im Theater sehr ähnlich.

„Theater kann Grenzen überwinden und Verständigung bewirken“, sagte Petra Broistedt, Sozial- und Kulturdezernentin der Stadt Göttingen. Außerdem fördere das Projekt die Identifikation mit der neuen Heimat und sei ein Vorzeigeprojekt. Denn fast 85 Prozent der Brüder-Grimm-Schüler hätten nicht Deutsch als Herkunftssprache.

Das ist auch das Besondere an „Verstehen nicht verstehen“: Es wird von 18 Kindern aus 18 Nationen gespielt. Bei dem zwölfjährigen Ewan, der das Stück genau verfolgte, kam „Verstehen nicht verstehen“ gut an: „Die Ironie von Schnell und Langsam hat mir sehr gut gefallen“, erklärte er. Auch die Tänze und die Musik mochte der Junge sehr.

Von Katrin Westphal

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