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Schwarz-Grüne Hanf-Initiative stößt in Göttingen auf geteiltes Echo

„Mehr Hanf wagen“ Schwarz-Grüne Hanf-Initiative stößt in Göttingen auf geteiltes Echo

Gebt den Hanf frei, staatlich kontrolliert – mit dieser Forderung haben in dieser Woche die beiden Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek (Grüne) und Joachim Pfeiffer (CDU) von sich reden gemacht. Auf Göttinger Kreisebene ist eine uneingeschränkte Zustimmung für dieses schwarz-grüne Joint-Venture noch nicht in Sicht.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler ist skeptisch. Er habe eine Freigabe bislang abgelehnt, sollte es aber gute Argumente geben, müssten diese nun geprüft werden. Seine Meinungsbildung zum Thema sei noch nicht abgeschlossen. „Einfach dagegen zu sein, wäre zu einfach“, sagte Güntzler. Es dürfe aber keine reine Finanzdebatte werden.

Der Grüne Kreisverband und die Sprecherin des Kreisvorstandes, Marie Kollenrott hatten sich bereits vor zwei Jahren für eine Legalisierung und Entkriminalisierung von Cannabis ausgesprochen.

In einer gemeinsamen Erklärung bezweifeln Janecek und Pfeiffer, wirtschaftspolitische Sprecher ihrer Fraktionen, dass eine Kriminalisierung von Besitz und Erwerb von Cannabis-Produkten weiterhin sinnvoll ist. „Zwischen ein und zwei Milliarden Euro geben wir in der Folge pro Jahr für die Strafverfolgung von Konsumenten aus, obwohl doch der eigentliche kriminelle Sektor im Zentrum unserer Anstrengungen stehen sollte“, heißt es in dem Papier. Eine staatliche Regulierung würde dem Drogenschwarzmarkt „direkt den Boden unter den Füßen“ entziehen. Eingespartes Geld und zusätzliche Steuereinnahmen aus dem Cannabisverkauf könnten eine „tatsächliche, umfassende und qualitativ hochwertige“ Präventionsarbeit finanzieren. Am Sonnabend, 16, Mai, geben die Göttingen Piraten den Hanf unter dem Motto „Mehr Hanf wagen“ frei. Sie verteilen kleine Tütchen mit Nutzhanfsamen. Auch sie setzen sich für eine Cannabis- Legalisierung ein. mib

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