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Schwarzarbeiterinnen im Rotlichtmilieu

Zollbeamte kontrollieren Göttinger Bordelle Schwarzarbeiterinnen im Rotlichtmilieu

Erneut haben Beamte von Zoll und Landespolizei Göttinger Bordelle und Prostituiertenwohnungen durchleuchtet. In den vergangenen zwei Wochen kontrollierte der Zoll in enger Kooperation mit der Landespolizei im Rotlichtmilieu.

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Schwarzarbeitern auf der Spur: Zollfahnder im Einsatz.

Quelle: HZA Braunschweig

Den Zöllnern ging es darum, Fälle von Schwarzarbeit aufzudecken. Dabei gingen ihnen zwei Frauen aus Osteuropa ins Netz, die illegal tätig waren und mittlerweile durch die Göttinger Stadtverwaltung ausgewiesen worden sind.

Die Kontrollen fanden am 18. und am 30. März statt. Auch durch Vorlage von Pässen, die den Nationalpässen von EU-Mitgliedsstaaten sehr ähnelten, konnten die beiden Osteuropäerinnen die Beamten nicht hinters Licht führen, erklärt Zolleinsatzleiter Mirko Wahle: „Erst auf den zweiten Blick wurde klar, dass es sich um sogenannte Fremdenpässe handelte, die Frauen also staatenlos waren.“

Damit hielten sich die Frauen illegal in Deutschland auf. Zoll-Sprecher Frank Mauritz: „Ihr aufenthaltsrechtlicher Status ließ keine rechtmäßige Erwerbstätigkeit zu. Gegen beide wurden Strafverfahren eingeleitet. Durch das Ausländeramt der Stadt Göttingen wurde mittlerweile die Ausweisung der Osteuropäerinnen veranlasst.“

„Wir prüfen überall“, betont Regierungsrat Holger Bährens, Leiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Braunschweig: „Denn überall, wo Dienstleistungen angeboten werden, besteht auch ein Gefahrenpotential für Schwarzarbeit.“ Bereits seit einiger Zeit nehmen die Zollbeamten die Göttinger Rotlichtszene intensiver ins Visier.

Zuletzt gab es im Raum Göttingen Ende Januar eine umfassende Kontrollaktion. Damals hatten Zöllner der FKS zehn sogenannte Hostessen überprüft. In drei Fällen hatte es Hinweise auf Schwarzarbeit gegeben.

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