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Schwarzer Schimmel im Schulgebäude in Harste

Gutachter prüfen Klassenräume Schwarzer Schimmel im Schulgebäude in Harste

Massiv auftretender schwarzer Schimmel in einem früheren Jugendraum unter der Grundschule in Harste bei Göttingen verunsichert Eltern. Sie fürchten, dass ihre Kinder gefährdet sind. Auch Lehrer klagen über brennende Augen. Der Schulträger versichert: keine Gefahr.

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Massiv auftretender schwarzer Schimmel in einem früheren Jugendraum unter der Grundschule in Harste bei Göttingen verunsichert Eltern.

Quelle: EF

Harste. Die Wände seien meterhoch mit schwarzem Schimmel befallen, beklagen Mütter in einem Brief an das Tageblatt.

 Auch Fotos zeigen tief schwarze Flecken an den Wänden. Der Kellerraum im Harster Schulgebäude wurde bis vor zwei Jahren als Jugendraum genutzt, seitdem ist er geschlossen. Den Verdacht, dass es im Haus Schimmel gibt, haben Eltern und Lehrer schon lange.

Die Jungentoilette über dem Jugendraum könne vor Gestank kaum genutzt werden, schreiben die Mütter und bestätigen Lehrer. Auch im übrigen Gebäude müsse ständig gelüftet werden. Zudem dringe bei Regen Wasser durch die Fenster.

Die Schule ist eine Außenstelle der Grundschule Lenglern. Weil nur wenige Kinder eingeschult wurden, gibt es dort zurzeit keinen Unterricht. Um die Schule zu beleben, kommen die Kinder aus Lenglern abwechselnd an jedem Schultag zu Projektarbeiten nach Harste. „Diese zwanghafte Nutzung von abrissreifen Räumlichkeiten ist nicht nachvollziehbar“, klagen die Mütter.

Feuchtigkeit und Gerüche hätten schon bei der Debatte um die künftige Nutzung der Schule im Sommer eine Rolle gespielt „Damals ist uns offenbar absichtlich verschwiegen worden, wie schlimm es im Jugendraum ist“, sagt eine Mutter.

Zuständig für das Schulgebäude ist der Flecken Bovenden. Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) bestätigt den Schimmel im Keller. Das sei schon länger bekannt. Er habe Schule und den Eltern gegenüber auch immer kommuniziert, „dass wir Feuchtigkeitsprobleme haben“. Eine Fachfirma habe aber versichert, dass der Schimmel aus dem Jugendraum nicht ausstrahle.

 Ein weiteres Fachgutachten im Sommer mit Messungen in den Schulräumen habe das bestätigt. Zurzeit werde die Kellerwand saniert. Den unbestreitbaren Geruch im Toilettenbereich „werden wir auch  angehen“.  Auf das Gutachten und die Verantwortung der Gemeinde verweisen auch die Landesschulbehörde und das Gesundheitsamt.

 Der offenbar belastete Jugendraum sei bei einer Begehung im Juli allerdings nicht gezeigt worden, so ein Sprecher des Gesundheitsamtes. Auch Schulleiterin Heidi Daniel ist besorgt, „aber ich muss mich auf die Aussagen des Trägers und der Gutachter verlassen“. Den Schimmel im Jugendraum finde sie dennoch „grenzwertig“. 

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