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Schwedhelm verlässt im Kreistag die Grünen

Stühlerücken im neuen Göttinger Kreistag Schwedhelm verlässt im Kreistag die Grünen

Stühlerücken im neuen Göttinger Kreistag noch vor der ersten Sitzung: Hans-Georg Schwedhelm verlässt die Fraktion der Grünen und schließt sich der Gruppe von Linken, Piraten und „Die Partei“ an. Damit haben SPD, Grüne und Freie Wähler als Gruppe nur noch eine hauchdünne Ein-Stimmen-Mehrheit.

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Hans Georg Schwedhelm (Grüne).

Quelle: Archiv

Göttingen. Am Dienstagabend - nach einer entspannten Feier zur Fusion der Kreise Göttingen und Osterode - bestätigte Schwedhelm, dass er nicht mehr Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion sei, aber Mitglied der Partei bleibe. Er verlasse die rot-grüne Gruppe unter anderem wegen ihrer Position gegen einen Kreiszuschuss für die sogenannte Zwangsarbeiter-Ausstellung und zur schlechten Bezahlung der Reinigungskräfte des Kreises. „Sehr unzufrieden“ sei er auch über den Verzicht der Grünen auf einen eigenen Landratskandidaten gewesen.

Er sei nach sehr guten Gesprächen am Montag überzeugt, dass er seine persönlichen politischen Vorstellungen als Mitglied der Kreistagsgruppe von Linken, Piraten und „Die Partei“ besser umsetzen könne. Die besteht künftig aus sechs Mitgliedern. Schwedhelm ist Eichsfelder, hatte aber auf der Liste der Grünen im der Göttinger Oststadt kandidiert. Vor gut 15 Jahren war es von der SPD zu den Grünen gegangen.

Ohne Schwedhelm haben SPD, Grüne und Freien Wähler gemeinsam nur noch 36 Stimmen im Kreistag. Bei Abstimmungen sind sie auf das Votum des SPD-Landrates angewiesen. In den Ausschüssen wird es kaum Macht-Verschiebungen geben. Allerdings dürften SPD und Grüne Sitze in Aufsichtsräten und ähnlichen Gremien verlieren – zu Gunsten der CDU. Der Vorsitzende der Linken, Eckhard Fascher, bestätigte „sehr einvernehmlich Gespräche seiner Gruppe mit Schwedhelm. Er sei “maximal frustriert“ räumte hingegen der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Martin Worbes, ein: „Jetzt wird alles schwieriger und manchmal knapp.“

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