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„Feiger krimineller Akt“

Schweigeminute auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt „Feiger krimineller Akt“

Mitten im Trubel des Göttinger Weihnachtsmarktes gab es um 18 Uhr am Dienstagabend eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Berlin. Göttingens Bürgermeisterin Helmi Behbehani (SPD) sprach von einem „grausamen Anschlag“.

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Gedenken an die Opfer aus Berlin am Göttinger Weihnachtsmarkt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Der Anschlag habe gezeigt, „dass Hass und Zerstörung auch vor dem Fest des Friedens und der Nächstenliebe nicht halt machen“, so Behbehani.

Die Todesfahrt über den Berliner Weihnachtsmarkt habe den Frieden und die festliche Stimmung der Vorweihnachtszeit jäh zerstört. Der „feige kriminelle Akt“ mache deutlich, „dass unsere Gesellschaft verwundbar ist“. Zwar könne niemand absolute Sicherheit garantieren, aber Stadt und Polizei unternähmen alles, um für die größtmögliche Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

„Unser Göttinger Weihnachtsmarkt“, sagte Behbehani, „soll geöffnet bleiben. In schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die Menschen zusammenstehen.“ Friedrich Selter, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Göttingen, forderte dazu auf, „dass wir uns die Freude am Fest und an der Gemeinschaft nicht rauben lassen“. Auch an den Gottesdiensten an Heiligabend werde der Toten von Berlin gedacht werden.

In der Schweigeminute blieb es tatsächlich still – bis auf das Glockenläuten von St. Johannis. Im Übrigen war der Weihnachtsmarkt am Dienstag kaum schlechter besucht als an den Tagen zuvor.         

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