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Schwimmen in Göttingen soll teurer werden

Neue Tarife für Eiswiese und Freibäder Schwimmen in Göttingen soll teurer werden

Preiserhöhung in den Göttinger Bädern: Wenn der Sportausschuss des Rates und der Aufsichtsrat der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) am Montag zustimmen, werden die Preise für die Eiswiese und die Göttinger Freibäder ab März um bis zu elf Prozent steigen.

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Die "Eiswiese" (Archivbild)

Quelle: Archiv

Göttingen. Während Familien mit Kindern von der neuen Tarifstruktur profitieren, trifft die Preiserhöhung vor allem die Nutzer der Kurzzeittarife in der Eiswiese: Die beiden 90-minütigen Angebote des Guten-Morgen- und des Mondscheintarifs sowie der Kurzzeittarif für eine Stunde Badbenutzung steigen um jeweils 11,43 Prozent von jetzt 3,50 Euro auf dann 3,90 Euro. Der ermäßigte Preis steigt um zehn Prozent von zwei Euro auf 2,20 Euro.

In der Eiswiese entfallen künftig die Zwei-, Drei- und Vier-Stunden-Tarife. Stattdessen soll es einen 2,5-Stunden-Tarif für sieben Euro (ermäßigt 4,50 Euro) geben. Im Vergleich zum alten Zwei-Stunden-Tarif plus Nachzahlung für eine halbe Stunde ergibt sich eine Preissteigerung von 6,06 Prozent und von 7,14 Prozent bei den ermäßigten Tarifen. Der Preis für die Tageskarte 9,50 Euro soll unverändert bleiben. 

Neu in den Tarifen ist die Familienkarte. Sie ist für zwei Erwachsene und zwei Kinder zweieinhalb Stunden gültig und kostet 18,40 Euro. Nach dem alten Tarif zahlt die gleiche Familie derzeit 21,60 Euro für zweieinhalb Stunden oder ebenfalls 18,40 Euro für zwei Stunden. Mit der Familienkarte will die GöSF auf Angebote von Hallenbäder in der Region reagieren, die diese fast ausnahmslos anböten, so GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey. Familienfreundlichkeit sei immer ein Anliegen der GöSF gewesen.

Mehr als 80 Prozent der Einzelbesucher in der Eiswiese nutzen nach GöSF-Angaben die Kurzzeitangebote (45 Prozent) oder den Zwei-Stunden-Tarif (35 Prozent der Nutzer). "Da in diesem Segment jedoch Nachzahlungen in erheblichem Umfang zu verzeichnen waren, wird dieser Tarif auf zweieinhalb Stunden erweitert. Durch die erhebliche Reduzierung des Zeitdrucks, erhöht sich die Aufenthaltsqualität für zahlreiche Gäste", heißt es in der GöSF-Vorlage.

Auch die Preise für die Saunanutzung sollen steigen. Je nach Nutzungsdauer und Ermäßigung zwischen 6,25 und 9,09 Prozent. Die Tageskarte in den Freibäder soll von drei Euro (1,80 Euro ermäßigt) auf 3,50 Euro (2,20 Euro ermäßigt) um 7,14 Prozent (5,88 Prozent ermäßigt) steigen. Die ermäßigte Freibad-Saisonkarte steigt um 11,11 Prozent von 45 auf 50 Euro. Die normale Saisonkarte bleibt bei 150 Euro.

Durch die Preiserhöhung erhofft sich die GöSF nach Freys Angaben Mehreinnahmen von rund 200000 Euro im Jahr. Die Sitzung des Sportausschusses beginnt am Dienstag, 20. Dezember, um 16.15 Uhr im Haus des Sports, Sandweg 5. Der Aufsichtsrat der GöSF tagt im Anschluss.

Gründe für die Preiserhöhung

Fünf Gründe nennt die GöSF für die Preiserhöhung. Eintrittspreise: So werde die 2015 erfolgte Erhöhung der Mehrwertsteuer von sieben auf 19 Prozent für Saunaentgelte "erst jetzt vollständig kompensiert", heißt es in der Vorlage. Auch seien die Preise für Waren und Dienstleistungen seit der vorangegangenen Anpassung der Eintrittspreise um rund fünf Prozent gestiegen, die Energiekosten um etwa zehn Prozent. Als größten Posten bei den Preissteigerungen gibt die GöSF die Tarifsteigerungen bei den Personalkosten von 2013 bis 2018 um 12,95 Prozent an. Auch nehme der Aufwand für den Unterhalt des Gebäudes und der technischen Anlagen permanent zu.

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