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Schwimmen nur für Frauen in Göttingen?

Abstimmung erneut vertagt Schwimmen nur für Frauen in Göttingen?

Der Sportausschuss der Stadt Göttingen steht dem SPD-Antrag, im Badeparadies  Eiswiese künftig Schwimmzeiten für Frauen anzubieten, offen gegenüber. Nur über die genaue Ausgestaltung des Angebots  herrscht noch Uneinigkeit – die Abstimmung ist daher erneut auf die kommende Sitzung vertagt worden.

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Göttinger Sport und Freizeit GmbH bietet bald Schwimmzeiten nur für Frauen an.

Göttingen. Im Vorfeld hatte sich Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF), mit der Gleichstellungsbeauftragten Christine Müller beraten, wie  die Idee umgesetzt werden könnte.

Der Verein Waspo 08 solle nach dem Vorschlag Freys feste Termine für das Frauenschwimmen im Bewegungsbad der Eiswiese anbieten. Frey betonte allerdings, dass das „öffentliche Schwimmen nicht verkompliziert“ werden solle, weshalb die GöSF als Betreiber der Eiswiese bislang nur das Bewegungsbad für Frauenschwimmen ins Auge gefasst habe. „Der klassische Badebetrieb darf nicht eingeschränkt werden“, so Frey.

Torsten Wucherpfennig (Linke) sicherte zwar die Unterstützung seiner Fraktion zu, zeigte sich in Hinblick auf die Nutzung aus religiösen Gründen skeptisch, „ob sich hier unterschiedliche Religionen begegnen werden“.

Franc Pfahl (SPD) kritisierte, dass das Konzept der GöSF hinter dem Antrag seiner Fraktion zurückbleibe, der neben Schwimmunterricht feste Zeiten für Frauen fordere – und zwar unabhängig vom vereinsgebundenen Sport.

Daher solle sich jede Fraktion über die genaue Ausgestaltung des Konzepts bis zur kommenden Sitzung des Sportausschusses am 16. Dezember verständigen. Dem schloss sich auch der Vorsitzende Fritz Güntzler (CDU) an, der die Verwaltung um eine klare Beschlussvorlage bat, über die dann abgestimmt werden soll.

Göttingen wäre dann die einzige Anlaufstelle für Frauenschwimmen in der Region. Im Vahrenwalder Bad Hannover gibt es ein solches Angebot bereits, das sehr gut angenommen werde. Allerdings werde, wie Stadtsprecher Udo Möller auf Tageblatt-Anfrage mitteilte, ein Sicherheitsdienst benötigt, der dafür Sorge trägt, dass auch tatsächlich nur Frauen das Bad betreten.

Von Jonas Rohde

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