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Schwimmzeiten nur für Frauen in Eiswiese möglich

Göttinger Sport und Freizeit GmbH bietet Bewegungsbad an Schwimmzeiten nur für Frauen in Eiswiese möglich

Im Badeparadies Eiswiese könnten künftig Schwimmzeiten nur für Frauen angeboten werden – und zwar im neuen Bewegungsbad. Das sagt Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF). Hintergrund ist ein Antrag der SPD im jüngsten Sportausschuss.

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Göttinger Sport und Freizeit GmbH bietet bald Schwimmzeiten nur für Frauen an.

Quelle: dpa

Göttingen. Weil es auch in Göttingen Frauen gebe, die nicht in „geschlechtergemischten Schwimmbädern schwimmen gehen möchten“, sollen nach dem Wunsch der SPD in der Eiswiese Schwimmzeiten nur für Frauen angeboten werden.

Der Antrag war nach einer Debatte über Geschlechter-Diskriminierung auf die nächste Sitzung verschoben worden. Bis dahin sollte die GöSF als Eiswiese-Betreiber einen konkreten Vorschlag zur Verfahrensweise erarbeiten.

Das ist mittlerweile geschehen. Ergebnis: Die GöSF könne am Wochenende bis zu vier Stunden für Schwimmzeiten speziell für Frauen im Bewegungsbad zur Verfügung stellen. Es habe bereits Gespräche mit dem Frauenbüro und Vereinen gegeben, sagt Frey. Demnach überlege der Verein Waspo 08, solche Stunden anzubieten.

„Das neue Bewegungsbad ist dafür ideal geeignet“

Auch die Göttinger Ditib-Gemeinde könne sich vorstellen, Zeiten zu buchen, erklärt Frey. Man müsse dann abwarten, wie sich der Bedarf entwickelt. Denn es gebe zwar einige Anfragen wegen Schwimmzeiten für Frauen, aber „nicht permanent“.

Emine Ötztürk ist „sehr froh“, wenn tatsächlich Frauen künftig in geschlossenen Gruppen im Badeparadies schwimmen könnten. Als Vorstandsmitglied und Leiterin der Frauenabteilung der Ditib-Gemeinde im Göttinger Königsstieg habe sie schon lange nach einer geeigneten Bademöglichkeit für Frauen gesucht, die unter sich bleiben möchten. „Das neue Bewegungsbad ist dafür ideal geeignet“, fügt sie an, weil niemand durch die Fenster herein schauen könne.

Nicht nur in der Ditib-Gemeinde sei sie schon von vielen Frauen angesprochen worden, die aus religiösen Gründen unter Ausschluss von Männern schwimmen möchten: „Zurzeit habe ich mehr als 40 Frauen auf der Liste.“ Auch beim Göttinger Integrationsbeirat hätten immer wieder Frauen nach Frauen-Schwimmzeiten gefragt, bestätigt dessen Geschäftsführerin Birgit Sacher.

Der Sportausschuss des Rates der Stadt Göttingen befasst sich mit dem Thema am Dienstag, 18. November, um 17 Uhr im Vereinsheim des MTV Geismar, Am Kalten Born 39a.

Von Andreas Fuhrmann und Ulrich Schubert

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