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Sechs Oberweser-Bürgermeister treffen sich in Hann. Münden

Mehr Einfluss gefordert Sechs Oberweser-Bürgermeister treffen sich in Hann. Münden

Sechs Kommunalchefs haben sich jetzt auf Einladung des Reinhardshagener Bürgermeisters Fred Dettmar (UWG) in Hann. Münden getroffen.

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Wie in dieser Visualisierung des Regierungspräsidiums Kassel könnten sich die Großwindkraftanlagen oberhalb Hann. Mündens darstellen. Die Oberweser-Bürgermeister befürchten einen Identitätsverlust durch die massierte Errichtung der Anlagen.

Quelle: EF

Hann. Münden. Ziel der Bürgermeister-Runde: Die Städte und Gemeinden an der Oberweser wollen ihre Kräfte bündeln und verstärkt Einfluss auf die Regionalentwicklung nehmen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Dettmar und seinen Amtskollegen Harald Wegener (Hann. Münden/BFMÜ), Jörg-Otto Quentin (Gemeinde Wahlsburg/parteilos), Ullrich Otto (Bad Karlshafen/parteilos), Rüdiger Henne (Gemeinde Oberweser/SPD) und Mirko von Pietrowski (Flecken Bodenfelde/parteilos).

Das gemeinsame Ziel sei es, „den Kulturraum Oberweser eingebettet in den Naturraum von Reinhardswald und Bramwald in seinen Qualitäten für Bewohner und Besucher zu erhalten“. Dabei haben die Verwaltungschefs die Entwicklung als Touristikregion ebenso im Blick wie „die Bewahrung der Wälder vor einer Konzentration von Windparks, K+S-Salzpipeline und Salzsee, die nachhaltige Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser und die Sicherung der Schiffbarkeit der Oberweser als Bundeswasserstraße“.

Aktueller Anlass für das Treffen ist die zurzeit laufende Frist für Stellungnahmen zum Teilregionalplan Energie Nordhessen beim Regierungspräsidium Kassel. Die Bürgermeister befürchten, so heißt es in der Presseerklärung weiter, „dass die massierte Errichtung von Großwindanlagen im Reinhardswald zu einem Identitätsverlust der Oberweserregion führt, der negative Auswirkungen auf ihre Kommunen als Wohn- und Fremdenverkehrsstandort hat.“

Es sei unverständlich, „dass der Vorsorgegedanke bei der Auswahl der Vorranggebiete für Windenergie zu kurz kommt“. Die Bürgermeister erwarten dass eine deutlich reduzierte Fläche im Reinhardswald ausgewiesen werde. Außerdem fordern die Kommunen, stärker in die Entwicklung von Windvorranggebieten eingebunden zu werden.

Es wird erwartet, „dass der Gutsbezirk Reinhardswald unter Wahrung des interkommunalen Abstimmungsgebots Bauleitplanung betreibt, um die konkrete Ausgestaltung der Windparks und der Großwindanlagen nicht allein den Projektentwicklern und Investoren zu überlassen“.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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