Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Segel-Clubs mit Standorten in Bernshausen, Northeim und Göttingen

Thema des Tages Segel-Clubs mit Standorten in Bernshausen, Northeim und Göttingen

„Manchmal kommt mir in den Sinn, nach Amerika zu segeln“ – so beginnt ein Aphorismus des deutschen Dichters Heinrich Heine (1797-1856). Nach Amerika, dahin zieht es Birgit Henke, Jugendwartin und Trainerin bei der Segler Vereinigung Seeburger See (SVSS), gar nicht.

Voriger Artikel
Randalierer schlägt in Osterode mit Holzlatte zu
Nächster Artikel
Superrechner nach Göttingen

Segeln in Südniedersachsen: Anfänger haben bei drei Clubs die Möglichkeit, eine Lizenz zu erwerben.

Quelle: Pförtner

Seeburg. Sie ist mit ihrem Revier quasi vor der Haustür absolut zufrieden, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Nachwuchs für den Segelsport zu begeistern. Wobei sie nicht nur Kindern und Jugendlichen das Einmaleins beibringt. „Es gibt auch durchaus Erwachsene, die kommen und segeln lernen wollen“, erzählt sie.

Mobilität ist die Grundvoraussetzung, um in ein Boot steigen zu können. „Segeln ist eine sportliche Betätigung“, verdeutlicht die in Rosdorf lebende Henke. Kinder ab acht Jahren sind bei ihr jederzeit willkommen. „Manche sagen auch ab sechs Jahren, aber davon halte ich nicht so viel“, so Henke. Das Schwimmabzeichen Bronze sollte auch bei allen vorhanden sein: „Damit demonstrieren die Teilnehmer, dass eine Wasservertrautheit vorhanden ist.“ Denn es kann natürlich durchaus sein, dass man mehr Kontakt zum kühlen Nass bekommt, als einem lieb ist.

„Mein Wahlspruch ist ja immer, ich kentere nicht, ich bin doch wasserscheu“, sagt Birgit Henke und lacht dabei herzhaft. Denn natürlich kentert man einmal mit einem Boot, wird in den Trainingseinheiten aber auch entsprechend darauf vorbereitet, wie man sich in einem solchen Fall verhalten muss. Bevor Anfänger allerdings mit ihr oder unter ihrer Anleitung ins Boot steigen, ist das Anlegen einer Schwimmweste Pflicht. „Ohne die geht bei uns gar nichts“, erklärt die Inhaberin des Trainerscheins Leistungssport unmissverständlich.

Auch der Lernansatz ist bei Kindern und Erwachsenen gleich. „Viel geht ganz einfach über probieren, Erfahrungen sammeln. Was passiert beispielsweise, wenn ich gegen den Wind segele. Die Teilnehmer sollen ganz einfach dafür ein Gefühl entwickeln“,  wünscht sich Henke, die jeden Freitagnachmittag für die Jugendlichen Training anbietet. Dazu gehört dann nicht nur die Praxis, sondern auch die Theorie, in der man lernt, wie man ein Boot aufbaut und verschiedene Knoten richtig bindet. An- und Ablegen können gehört ebenso dazu wie die sogenannte Segelbremse. „Im Prinzip kann man die Fragen, die bei einer solchen Prüfung gefordert werden, in 14 Tagen lernen, allerdings sollte man schon gut ein Jahr Praxis auf dem Wasser gesammelt haben, um sich wirklich sicher zu fühlen“, warnt sie vor übertriebener und letztlich auch gefährlicher Eile. Hat man dann eine solche Prüfung erfolgreich absolviert, verfügt man über den SportbootführerscheinBinnen“. Ab 16 Jahren beinhaltet dieser dann auch Motorboot-Fahren.

Bei der SVSS liegt der Schwerpunkt auf dem Jollen-Segeln. Jolle ist die traditionelle Bezeichnung für diverse Arten kleinerer Ruder- oder Segelboote. „Das sind sehr sportliche Boote“, erklärt Birgit Henke. Über fast 20 Boote verfügt der Verein, darunter sind Teenys (Zweihand-Meisterschaftsklasse im Jüngstenbereich der Acht bis-15-Jährigen), Optis (kurze, leichte Jollen für Kinder, wird als Einstiegsklasse gewählt) und 420er (Zweimann-Jolle für Jugendliche und Erwachsene mit Trapez und Spinnaker). Gegen einen kleinen Obolus vermieten die Seeburger die Boote auch.

130 Mitglieder weist der Club auf, davon sind 20 bis 25 Jugendliche, die, wenn es nach Birgit Henke geht, gern noch mehr werden können. Und vielleicht bekommt ja der eine oder andere im Rahmen des Ferienprogramms des Vereins Lust, erste Erfahrungen zu machen. An den drei kommenden Freitagen (14., 21., 28. August) bieten die Eichsfelder in Bernshausen am Bootssteg Segeltraining an – auf einem See, von dem im Anschluss vielleicht in Zukunft nicht nur Birgit Henke restlos begeistert sein wird.

Sportbootführerschein-Binnen

Amtliche Fahrerlaubnis zum Führen von Sportbooten (unter Motor oder Segel) unter 15 Meter Länge (ohne Ruder und Bugspriet) auf den Binnenschifffahrtsstraßen, vorgeschrieben für Fahrzeuge unter Motor mit mehr als 3,68 kW (5 PS).
Zulassung:

  • Segeln ab 14,
  • Motor ab 16 Jahren;  
  • Tauglichkeit: Vorlage „Ärztliches Zeugnis für Sportbootführerschein-Bewerber“,
  •  Zuverlässigkeit: Vorlage eines gültigen Kfz-Führerscheines (oder Führungszeugnisses / Verzicht bei Minderjährigen).

Die theoretische Prüfung besteht aus einem Fragebogen. Ausreichende Kenntnisse

  • des Binnenschifffahrtsrechts,
  • der Seemannschaft,
  • der Fahrzeugführung (Segel- und/oder Motorboot) sind nachzuweisen.

 In der praktischen Prüfung müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Sportboot umgesetzt und angewendet werden. Es sind verschiedene Manöver (unter anderem das Rettungsmanöver) und Knoten vorzuführen.
Der SBF-Binnen kostet circa 90 Euro Prüfungsgebühren.

dsv.org

 
Segel-Vereine in Göttingen und Umgebung

Göttinger Segler Club

  • Club-Vereinsgelände: Clubhaus am Göttinger Kiessee, Sandweg 9c
  • Steganlage an der Innerste-Talsperre in Langelsheim
  • Ansprechpartner: 1. Vorsitzender Gerhard Lüther

Telefon: 01 75 / 7 93 98 79 /  1. vorsitzender@goettinger-segler.de

goettinger-segler.de

Northeimer Seglerclub

northeimer-segelclub.de

Seglervereinigung Seeburger See (SVSS)

  • Vereinsgelände: Bernshausen am Dorfgemeinschaftshaus
  •  Ansprechpartnerin:  Birgit Henke (Jugendwartin und Trainerin) 0551-7899202 / bhenke@kabelmail.de

svss.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis