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„Sehr motiviert nach dem Abi“

Göttinger Abiturienten helfen bei sozialen Projekten in Kolumbien „Sehr motiviert nach dem Abi“

Ein Jahr verbringen sie in Kolumbien, um dort bei sozialen Projekten zu helfen. Das ist der Plan der drei frischgebackenen Abiturienten vom Göttinger Hainberg Gymnasium: Paula Liersch, Lennart Kazmaier und Lukas Klasen.

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Startklar für Kolumbien: Paula Liersch, Lennart Kazmaier und Lukas Klasen (von links).

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Die jungen Erwachsenen sind Teilnehmer am Programm „weltwärts“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und leisten ab Ende September ein Jahr lang entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in der kolumbianischen Stadt Cali oder deren Umgebung. Für den gemeinnützigen Verein „Schule fürs Leben“ werden sie 40 Stunden in der Woche für soziale Projekte arbeiten.

Alle drei sind sehr aufgeregt und freuen sich auf ihre Zeit in Kolumbien. „Wir sind in Gastfamilien untergebracht und kriegen deswegen auch direkt das kolumbianische Leben mit“, erläutert Lukas. „Wir sind alle offen für neue Kulturen und sehr motiviert nach dem Abi“, ergänzt Paula.

Die Abiturienten sind sozial sehr engagiert. So waren Lukas und Paula unter anderem einen Monat lang in China. Dort haben sie für ein gemeinnütziges Projekt Walnussbäume gepflanzt. Lennart betreut als Co-Trainer Kinder beim Judo.

Feste Aufgaben in Kolumbien haben die 18-Jährigen schon zugeteilt bekommen: Paula wird an einer Schule unterrichten und Lukas an einem Aufforstungsprojekt teilnehmen. Lennart soll junge Menschen unterstützen. „Ich helfe Menschen, die eine schwere Zeit hatten, wieder in ein normales Leben zu finden“, sagt er. Er werde sie zum Beispiel dabei dabei unterstützen, eine Wohnung zu finden oder Bewerbungen zu schreiben.

Das Jahr in Südamerika kostet „Schule fürs Leben“ pro Freiwilligen etwa 10 000 Euro. 7 500 Euro davon trägt das BMZ, den Rest übernimmt der Verein aus Eigenmitteln. Das sind Spenden, die der Verein durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland sammelt. Als Vorbereitung auf ihre Reise sammelten die ehemaligen Schüler beispielsweise mit Blutspenden und Flohmärkten Geld für den Verein.

„Ich habe auch einen Flyer entworfen und gedruckt, um zu informieren“, so Paula. „Es ist wichtig, die Leute über so ein Programm zu informieren“, fügt Lukas hinzu. Das gute an den Projekten von „Schule fürs Leben“ ist laut Paula auch, dass sie sich nach spätestens zehn Jahren selbst tragen. „Es ist also etwas nachhaltiges. Das ist einer der Gründe, warum wir uns für „Schule fürs Leben“ entschieden haben.“

Von Alisa Altrock

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