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Seiner Zeit voraus: Erster Maikäfer im Februar

Überraschung beim Baumpflanzen Seiner Zeit voraus: Erster Maikäfer im Februar

Offenbar unaufhaltsam schreitet die Erderwärmung fort. Zumindest in Groß Schneen: Dort fand die Familie Sobierey am Wochenende den ersten Maikäfer in der Region – und das Mitte Februar.

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Krabbeltier mit gestörtem Zeitgefühl: Der Maikäfer fühlt sich auf Anne Sobiereys Hand pudelwohl. Normalerweise taucht er erst im April oder Mai auf.

Quelle: hein

Eigentlich hatten Armin Sobierey und Tochter Anne nur vor, im Garten ein neues Bäumchen zu pflanzen und dafür eine kleine Grube auszuheben. Groß das Erstaunen, als sich gerade mal zwei Zentimeter unter der Erdoberfläche der ausgewachsene Maikäfer aus dem Boden wühlte.

Die Sobiereys können sich nicht daran erinnern, von einem Maikäfer so früh im Jahr schon mal etwas gehört zu haben. Richtig warm sei es ja auch nicht gewesen, nur ein paar Tage etwas milder, meint Armin Sobierey. Aber dass das für einen ausgewachsenen Käfer ausgereicht haben soll, mag der Familienvater immer noch nicht so richtig glauben. Der Beweis jedoch krabbelte auf der körperwarmen Hand von Tochter Anne und wurde dort so richtig munter, bis die Sobiereys ihn wieder in seinen natürlichen Lebensraum entließen.

Normalerweise tauchen Maikäfer erst im April oder Mai auf. Das Weibchen legt die Eier in den Boden. Die Engerlinge benötigen drei bis vier Jahre, bis die Metamorphose zum Käfer einsetzt. Dann aber ist das Leben kurz: Die Käfer sterben nach vier bis sieben Wochen. Durch den Einsatz von Pestziden sind Maikäfer selten geworden, allerdings haben sich die Bestände in den vergangenen Jahren wieder leicht erholt. Von ganz anderen Zeiten berichtet Armin Sobireys Mutter Hanna: „In den 50ern sind wir auf den Einzelberg gegangen und haben die Maikäfer eimerweise von den Bäumen geschüttelt. Damit haben wir früher die Hühner gefüttert.“

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Von Redakteur Matthias Heinzel