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"Bildung für eine bessere Welt"

"International Baccalaureate" "Bildung für eine bessere Welt"

Zehn Jahre "International Baccalaureate" am Felix-Klein-Gmynasium (FKG): Seit 2007 ist das FKG nach eigenen Angaben als einziges staatliches Gymnasium in Niedersachsen als IB World School akkreditiert.

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Die aktuelle IB-Koordinatorin Silke Neumann (von links), ihr Vorgänger Dietmar Freimann und Schulleiter Michael Brüggemann

Quelle: r

Göttingen. Im Mai 2017 haben die Schüler des "International Baccalaureate Diploma Programme" (IB DP) am FKG zum achten Mal ihre Abschlussprüfungen absolviert. Das IB DP kann dort als Alternative zur deutschen Oberstufe belegt werden und ist in Deutschland und weltweit als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt.

Interessant ist das Programm für international orientierte Schüler, die gern eigenständig und mit erhöhtem Anspruch arbeiten, und für Jugendliche, die die deutsche Sprache nicht auf dem für die Oberstufe erforderlichen Niveau beherrschen, sagt FKG-Schulleiter Michael Brüggemann. Das FKG sei eine von zwei staatlichen Schulen in ganz Deutschland, an denen das "Diploma Programme" in dieser Form belegt werden kann.

Die "International Baccalaureate Organization", inzwischen heißt sie "International Baccalaureate", ist eine Non-Profit-Organisation, die 1968 unter dem Motto „Bildung für eine bessere Welt" in der Schweiz gegründet wurde. Das "Diploma Programme" ist das erste von mittlerweile vier Programmen von der Grundschule bis zum beruflichen Gymnasium, die von der "International Baccalaureate" organisiert werden, so Brüggemann.

Das IB DP wird demnach weltweit von rund 2500 Schulen angeboten und  in Deutschland meist an Privatschulen unterrichtet. Es ist ein zweijähriges Programm, in dem die Schüler auf hohem akademischen Niveau lernen und auf ein Studium vorbereitet werden. Da es vollständig in englischer Sprache unterrichtet wird, ersetzt es Sprachprüfungen, wie zum Beispiel den TOEFL-Test, die für ein Studium im englischsprachigen Ausland sonst obligatorisch sind. Neben sechs Fächern aus den Bereichen Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik und Kunst belegen alle Schüler noch zwei sogenannte IB-Fächer: In "Theory of Knowledge" setzen sich die Schüler mit erkenntnistheoretischen Fragestellungen auseinander und erhalten fächerübergreifende Verbindungen. Im Rahmen des Faches "Creativity, Activity, Service" planen und führen die Jugendlichen gemeinnützige Projekte im Göttinger Umkreis durch, entwickeln ihre Persönlichkeit weiter und reflektieren ihre Erfahrungen. So entsteht nach Angaben des FKG ein akademisches und praxisorientiertes Lernen, bei dem die Schüler als Individuen nicht aus dem Blick verloren werden.

Die Absolventen des IB DP erreichten am FKG überdurchschnittliche Abschlussnoten und würden von Universitäten im Ausland oft bevorzugt angenommen, heißt es in einer Mitteilung. Auch die Universitäten in Deutschland akzeptierten das IB Diploma als Zugangsberechtigung. Finanziert werden die jährlichen Lizenzgebühren durch die Kooperation mit lokalen Firmen wie Mahr, Novelis, Ottobock, Refratechnik, Sartorius, dem Max-Planck-Insitut für Dynamik und Selbstorganisation, der Universität und der Süd-Niedersachsen-Stiftung. Für sie bedeute das IB DP am FKG einen Vorteil für die Kinder ihrer internationalen Mitarbeiter, so Brüggemann.  gb

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