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Selbstverteidigung beim Herbstferienprogramm von Nörten

Schreien und treten für mehr Sicherheit Selbstverteidigung beim Herbstferienprogramm von Nörten

„Strong Kids“ („starke Kinder“) will die Gemeindejugendpflege im Flecken Nörten-Hardenberg haben. „Weil das der Mittelpunkt unserer Arbeit ist“, habe sie im Herbstferienprogramm wieder einen Kursus zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung  mit der Sportschule tm angeboten, sagt Gemeindejugendpflegerin Nicole Schade.

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Lotte Welke kämpft mit Übungsleiter Roman Mieczkowski.

Quelle: Hinzmann

Nörten-Hardenberg. 15 Kinder von acht bis zwölf Jahren machen mit. An zwei Vormittagen lernen sie, sich im Notfall mit schreien, schlagen oder treten zu wehren.

Auch auf Nachfrage der Eltern sei das Training nach einem ersten Kurs in den Sommerferien wieder mit aufgenommen worden. Möglich war das laut Schade dank der Unterstützung von der Jugendstiftung im Landkreis Northeim. Sie finanzierte die Hälfte der Kosten des fast ausgebuchten Herbstferienprogramms.

„Eins, zwei, drei“, zählt Trainer Roman Mieczkowski, und flugs stehen die Kinder in der Reihe. Eine Übung nach der anderen zeigen Mieczkowski und sein Co-Trainer Simon Fricke den Kindern. Immer wieder probieren die „starken Kinder“, wie sie einen Angreifer zu Fall bringen können.

Jasmin (zwölf) übt mit ihrem kleinen Bruder. Mit acht Jahren ist Max schon eifrig dabei. „Hände hoch“, feuert Mieczkowski ihn an. Entschlossen zieht Max die Hände hoch und hat so mehr Schwung für die Kniestöße gegen Mieczkowskis Schlagpolster.

„Die, die artig sind, machen mit. Die, die Faxen machen, machen Liegestütze“, ruft der Trainer einen übermütigen Teilnehmer zur Ordnung. Nun lernen die Kinder, wie sie rückwärts fallen. Wichtig ist dabei: Das Kinn muss zum Brustkorb. Und auf keinen Fall darf der Stürzende versuchen, sich mit den Händen abzustützen.

„So gehen die Hände kaputt“, warnt der Trainer. Selbstbehauptung und Selbstverteidigung sollten in der Schule Pflichtfach werden, findet Schade. Ins Ferienprogramm der Gemeindejugendpflege will sie solche Kurse regelmäßig einbauen.

Von Ute Lawrenz

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