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Dieb stiehlt „Mammut“

Seltene Deutschrock-Vinylschallplatten geklaut Dieb stiehlt „Mammut“

Ein dreister Dieb hat drei besonders wertvolle Schallplatten aus dem Musikgeschäft Vinyl-Reservat an der Roten Straße in Göttingen gestohlen. Die drei Deutschrock-Vinylscheiben haben einen vierstelligen Wert.

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Das Cover einer der der gestohlenen Platten

Quelle: r

Göttingen. Das auffällige Cover der Scheibe "Missing Link ‎– Nevergreen!" (Bild) hing an der einen Seite des Ladens an der Wand. Die Schallplatte selbst befand sich an der anderen Seite des Ladens in der Raritäten-Kiste, erklärt Vinyl-Reservat-Inhaber Hans Philipp Schubring. Der Dieb habe das Missing Link-Cover an der Wand durch ein anderes Cover ersetzt, sodass der Diebstahl nicht gleich auffiel.

Die nominell wertvollste der verschwundenen Krautrock-Scheiben ist „Mammut“ der gleichnamigen Band von 1971. Weil extrem selten, wurde das Album schnell zu einer legendären Rarität. Auch wegen der für die damaligen Verhältnisse außergewöhnlich guten Produktion gilt die LP in Fachkreisen als Meisterstück und Meilenstein der progressiven Rockmusik der frühen siebziger Jahre in Deutschland. Das gestohlene Exemplar, sagt Schubring, „hat Auffälligkeiten, die sie für mich erkennbar machen“.

Besonders ärgerlich für den Vinyl Reservat-Chef: Er hatte die Mammut-Scheibe gerade für 1700 Euro verkauft und muss das bereits überwiesene Geld jetzt wieder zurückzahlen. Außerdem verschwand das Krautrock-Opus „Girlrls!“ der psychedelisch orientierten frühen Fusion-Truppe Eiliff aus dem Jahr 1972.

Der Dieb, sagt Schubring, „muss sich in meinem Laden ziemlich gut auskennen“. Schließlich habe er nicht nur das Cover von der Wand abhängen und ersetzen, sondern sich die passende Vinylscheibe auch noch aus der Raritäten-Kiste heraussuchen müssen.

Als Zeitraum des Diebstahls gibt Schubring Sonnabendnachmittag bis Dienstag an. Am wahrscheinlichsten sei jedoch der Montag während des Ladenbetriebs. Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, hat der Vinyl Reservat-Chef eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt - Vertraulichkeit sichere er zu. Dem Dieb empfiehlt Schubring „die umgehende Rücksendung an meine Adresse“.

Außerdem ermittelt die Polizei. Schubring geht davon aus, dass der Dieb bei seiner Tat „Spuren hinterlassen“ hat.

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