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Senioren-Trio organisiert Versorgung

Geschwister-Scholl-Gesamtschule Senioren-Trio organisiert Versorgung

Sie sind Freunde, haben schon so manches Turnfest gemeinsam besucht und werden auch die Aufgabe beim „Heimspiel“ schaukeln: Gundel Utermöhlen und das Ehepaar Elke und Gerhard Mogge. Ihr Stammverein ist der MTV Grone, ihr „Revier“ während des Erlebnis Turnfestes im Juni die Geschwister-Scholl-Gesamtschule.

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Übernehmen die Organisation der Versorgung von 950 Turnfestteilnemern: (v.l.) Elke und Gerd Mogge, Gundel Utermöhlen.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Ehrenamtliche Arbeit ist für alle drei kein Fremdwort, wenngleich sie ihr Engagement zuletzt zurückgeschraubt haben. Schließlich haben sie ihren 70. Geburtstag allesamt schon hinter sich. „Uns war aber immer klar, dass wir bei einem Turnfest in Göttingen einmal das zurückzahlen wollen, was wir in den vergangenen Jahrzehnten bekommen haben“, sagt Gerhard Mogge, der seit 1970 16 Landes- und nationale Turnfeste mitgemacht hat.

Tief durchatmen

Von Angelika Wolters, der Turnfest-OK-Chefin, war das Trio angesprochen worden, ob es die Frühstücks-Verpflegung in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule übernehmen würde. „Ich dachte, es werden so zweihundert, dreihundert Übernachtungen. Jetzt haben wir erfahren, dass es bis zu 950 Frühstücksgäste werden könnten“, atmet die 74-Jährige Utermöhlen tief durch.

Sie hat Buffet-Erfahrung, versorgt auch beim Frauensporttag des Stadtsportbundes die Teilnehmer. Die Frühstücks-Zutaten werden von einem Caterer angeliefert. Anders als in der Vergangenheit gibt es keine gepackten Essenspakete mehr für jeden Teilnehmer. „Aus Umweltschutzgründen zum einen, und weil immer etwas dabei war, was mancher nicht mochte“, erzählt Elke Mogge.

Das Team in der GSG-Mensa, in der zeitgleich etwa 400 Personen Platz finden, wird hauptsächlich dafür zuständig sein, morgens zwischen 6 und 9 Uhr das Buffet aufzufüllen und für Sauberkeit zu sorgen. Hinzu kommt das Einchecken der auswärtigen Gruppen und die Aufgabe, rund um die Uhr einen Ansprechpartner zu stellen. Etwa 20 Personen soll der Helferkreis groß sein, der von Donnerstag bis Montag im Einsatz ist, um die Spieler (Faustball, Prellball, Ringtennis, Indiaca etc.), die in den angrenzenden Hallen und auf den umliegenden Plätzen in Aktion sein werden, zu versorgen.

Hundert Prozent Wohlfühlfaktor

„Wir sind 1996 in Stade nach Strich und Faden verwöhnt worden. Jetzt wollen wir hundert Prozent Wohlfühlfaktor zurückgeben“, sagt Gerhard Mogge. Der 75-Jährige wird aber nicht nur Helfer, sondern auch aktiver Teilnehmer sein. An einem Turnfest-Vormittag lässt er sich seinen Wahlwettkampf nicht nehmen. Seine Frau verzichtet dagegen auf ihre Übungsleiter-Fortbildung im Rahmen der Erlebnis-Akademie. „Das habe ich in den vergangenen Jahren immer gemacht, aber dieses Mal wird mir das zu viel“, sagt die 72-Jährige, die nicht nur ihren Mann, sondern auch „den MTV Grone mitgeheiratet“ hat und noch immer drei Gymnastik-Gruppen betreut.

Gundel Utermöhlen ist quasi in den MTV hineingeboren worden, sie ist seit 70 Jahren Mitglied und hat als Abteilungsleiterin schon glorreiche Turnfest-Zeiten „ihrer“ Volleyballer erlebt: In Hannover wurden die Zweitliga-Herren des MTV 1978 Turnfest-Sieger. „Da bin ich immer in die Waschräume gelaufen und habe die Wasserflaschen für die Spieler wieder aufgefüllt. Ich war so ein bisschen Mädchen für alles.“ Das könnte sie auch in der Schule und in den Hallen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule werden: „Die stille Reserve im Hintergrund.“

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