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Seniorenheim Göttingen weist Einsperr-Vorwurf zurück

Sturzmatten statt Gitter Seniorenheim Göttingen weist Einsperr-Vorwurf zurück

Den Vorwurf des Einsperrens demenzkanker Heimbewohner weist die Leitung des Göttinger Seniorenheims zurück. Das Türschloss dieses Traktes lasse sich durch Drücken eines Druckknopfschalters erreichen, wodurch sich die Tür öffnen lässt, sagt Heimleiter Jens-Uwe Krüger.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Hannover. Der Ausschuss für Angelegenheiten der psychiatrischen Krankenversorgung im Land Niedersachsen hatte in seinem Tätigkeitsbericht für 2014 ausgeführt, demenzkranke Bewohner würden durch ein Trickschloss mit einer komplexen Bedienungsfolge „gegen ihren Willen“ daran gehindert, das Haus zu verlassen. Krüger erklärt, dass nach dem Besuch der Kommission des Ausschusses eine Abstimmung mit dem Betreuungsgericht stattgefunden habe. Auch habe schon das Göttinger Amtsgericht die Einstufung als „Trickschloss“ nicht geteilt. Im Übrigen sei umgehend ein eigener Nachtdienst für diesen Bereich eingerichtet worden.

 
Das Seniorenzentrum, so Krüger weiter, „legt größten Wert auf die Wahrung der Eigenständigkeit seiner Bewohner, die einen höchstmöglichen Grad an Freiheit genießen dürfen und sollen“. Allerdings sei immer „auch stets der gesundheitliche Schutz der Bewohner“ zu berücksichtigen. Statt der von der Besuchskommission ebenfalls gerügten Bettgitter, die das Herausfallen aus dem Bett verhindern, setze das Seniorenzentrum nach Möglichkeit Niedrigbetten und Sturzmatten ein. Durch die niedrige Fallhöhe auf eine weiche Unterlage würden Verletzungen auf ein Minimum reduziert.

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