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Sex-Club in Göttingen muss Flüchtlingen weichen

Stadtverwaltung besteht auf Auszug des Downtowns Sex-Club in Göttingen muss Flüchtlingen weichen

Flüchtlinge sollen in einer Immobilie im Gewerbegebiet Lutteranger in Göttingen nicht unter einem Sex-Club untergebracht werden. Das betont Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Zwar sei das Objekt Große Breite 10 in Weende, in dem der Sex-Club Downtown im zweiten Obergeschoss sein Domizil hat, als Unterkunft vorgesehen.

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Das Gebäude Große Breite 10 im Göttinger Stadtteil Weende soll Flüchtlinge beherbergen: Der Sex-Club Downtown muss weichen, die Spielhalle darf bleiben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Flüchtlinge würden in dem Gebäude jedoch erst untergebracht, wenn der Sex-Club ausgezogen sei. Der Eigentümer müsse zuvor den Mietvertrag mit dem Downtown kündigen.

Das sei bereits geschehen, sagt Wolfgang Tonollo vom Presse-Grosso Mitte im Hinblick auf  die Tonollo-Immobilie. Im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes werde sich weiterhin ein Post-Verteilzentrum befinden. Die Flüchtlinge sollen im ersten und zweiten Obergeschoss unterkommen.

Der Umbau des ersten Obergeschosses für diese Zwecke sei schon nahezu abgeschlossen, erklärt Tonollo. Noch sei aber der Mietvertrag mit der Stadt nicht unterzeichnet. Die Stadt möchte nach ihren bisherigen Angaben bereits im März Flüchtlinge in dem Gebäude unterbringen.

Spielhalle darf bleiben

Downtown-Inhaber Jürgen Schimanski bestätigt, dass er mit seinem Club Ende Februar das Gebäude verlässt. Das  Downtown sei 2007 in das Gebäude eingezogen. Er habe bereits einen anderen Standort im Blick, so Schimanski, der betont, es handele sich um einen „sauberen Club“, in dem keine Prostituierten verkehrten. Zu den angebotenen Events zählen unter anderem „Gang Bangs“ und „Naked and Underwear Parties“.

Die im gleichen Gebäudekomplex, aber mit einem getrennten Eingang untergebrachte Spielhalle wird dagegen von der Stadtverwaltung als nicht so problematisch angesehen. Die Verwaltung versuche, für die Flüchtlinge trotz Wohnraumnot  möglichst gute Unterkünfte zu schaffen, so Schlapeit-Beck. Allein schon die Entscheidung, Flüchtlinge überhaupt in Gewerberäumen unterzubringen, sei schwer gefallen.

Das Objekt Große Breite 10 ist eine von mehreren Immobilien, die die Stadt in den kommenden Monaten für die Unterbringung von Flüchtlingen herrichten will. Über den Umgang mit dem Sex-Club in dem Gebäude in Weende haben die Ratspolitiker bisher nur hinter verschlossenen Türen diskutiert.

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