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„Sex sells“

Marktumfrage „Sex sells“

Sexismus soll in der Werbung keinen Platz mehr haben - das möchte Justizminister Heiko Maas (SPD) mit einer neuen Gesetzesinitiative erreichen. „Ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen“, findet Tobias Schulz aus Göttingen das Vorhaben des Ministers.

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Nackte Haut zieht immer: Der Justizminister will sexistische Werbung verbieten lassen. Die Branche läuft Sturm gegen die Idee.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Es mag sein, dass es Leute gibt, die eine solche Werbung stört, aber da muss nicht gleich der Gesetzgeber aktiv werden“, so die Einschätzung von Schulz.

„Wie sollte man sexistische Werbung denn verbieten und wie definiert man überhaupt was eine sexistische Werbung ist“, gibt ein Mann, der anonym bleiben will, zu bedenken und meint weiter, dass es schwer werden würde, ein solches Gesetz umzusetzen.

„Ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen“, findet Tobias Schulz aus Göttingen das Vorhaben des Ministers. „Es mag sein, dass es Leute gibt, die eine solche Werbung stört, aber da muss nicht gleich der Gesetzgeber aktiv werden“, so die Einschätzung von Schulz.

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Ähnlich kritisch beurteilt Ulrich Bäcker aus Duderstadt den Gesetzesvorschlag. „Es ist dem Staat nicht vorbehalten, sich in die Werbung einzumischen“ und „es gibt andere Sachen, die eher geregelt werden sollten“, meint Bäcker.

Auch Karolin Knatz aus Göttingen hält eine Regulierung seitens des Staats für unnötig, da sie die Ansicht vertritt „eine zu sexistische Werbung würde dem Produkt schaden“, weshalb sich der Markt von selbst regulieren könne.

„Es muss ja irgendeine Grenze geben“, findet hingegen Christian Herrmann aus Göttingen. „Ist nur die Frage, ob man dafür ein neues Gesetz braucht, oder ob das nicht schon durch das Jugendschutzgesetz abgedeckt ist.“

An den Jugendschutz denkt auch ein Mann, der weiterhin angibt, dass es für ihn keine Neuregelung braucht, solange Kinder vor sexistischer Werbung geschützt seien.

Eine kritische Meinung zum Gesetzesvorschlag vertritt auch Kerstin Skiba-Hunkel aus Göttingen und fragt: „Muss sich die Regierung in alles einmischen?“ „Das geht zu weit“, so die Göttingerin, „schließlich herrscht Angebot und Nachfrage in unserer Demokratie und Sex sells nun mal.“ pmo

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