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Sexuelle Nötigung

Landgericht Göttingen verurteilt 41-Jährigen zu Bewährungsstrafe Sexuelle Nötigung

Das Landgericht Göttingen hat am Montag einen 41-jährigen Mann aus Herzberg wegen sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Kammer setzte die Strafe zur Bewährung aus.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Herzberg. Als Auflage muss der bereits mehrfach vorbestrafte Angeklagte eine Geldbuße in Höhe von 1000 Euro an den Frauennotruf zahlen. Die Richter waren nach drei Verhandlungstagen und der Vernehmung diverser Zeugen überzeugt, dass der 41-Jährige im Oktober 2014 in seiner Wohnung in Herzberg eine 24-jährige Frau gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr genötigt hatte.

Das Urteil entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Anders als die Richter hielt diese eine Geldbuße von 500 Euro als Bewährungsauflage für ausreichend. Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte selbst hatte angegeben, dass es an dem Abend zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Die sexuellen Handlungen seien aber einvernehmlich gewesen. Die Vorwürfe der 24-Jährigen erklärte er damit, dass diese sich an ihm rächen wolle.

Die Kammer hielt die Angaben der Zeugin, die vorher mehrfach sexuelle Kontakte zu dem verheirateten Angeklagten gehabt hatte, jedoch für glaubwürdig. Hätte sie dem Angeklagten „eins auswischen“ wollen, hätte sie „eine ganz andere Geschichte erzählt“, sagte der Vorsitzende Richter August-Wilhelm Marahrens. Sie habe ihre Aussagen jedoch „ausgesprochen zurückhaltend formuliert“.

Ursprünglich war der 41-Jährige wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt gewesen. Die Strafverfolgung wurde später auf die erste Anklage beschränkt, das zweite Verfahren dementsprechend eingestellt. Am Ende der Beweisaufnahme stufte die Staatsanwaltschaft den Fall dann als sexuelle Nötigung ein. Das Gericht folgte dieser Bewertung. nie

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