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Sicherungsverwahrter zieht vors Göttinger Landgericht

Schlagsahne als Flammenwerfer Sicherungsverwahrter zieht vors Göttinger Landgericht

Erneut hat sich das Landgericht Göttingen mit einer Klage eines Sicherungsverwahrten in der JVA Rosdorf gegen die Anstaltsleitung befassen müssen. Diesmal ging es um eine Dose mit Sprühschlagsahne.

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Erneut hat sich das Landgericht Göttingen mit einer Klage eines Sicherungsverwahrten in der JVA Rosdorf gegen die Anstaltsleitung befassen müssen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Eine solche war einem Sicherungsverwahrten verweigert worden. Begründung: Das Treibgas darin sei brennbar, daher könne die Dose als Flammenwerfer benutzt werden.

Dagegen zog der Sicherungsverwahrte vors Göttinger Landgericht. Er bemühte sogar die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Die BAM erklärte, bei sachgemäßem Umgang gehe von Sprühschlagsahnedosen keine Gefahr aus. Anders sehe es bei unsachgemäßem Gebrauch aus, beispielsweise durch Erhitzen.

Das reiche für ein Verbot aus, befand das Gericht. Dass die Dose unsachgemäß erhitzt werde, sei durchaus denkbar. Zwar könne beispielsweise ein verschließbarer Kühlschrank angeschafft und die Sahne unter Aufsicht herausgegeben werden. Der Aufwand dafür sei aber für die Anstalt nicht mehr zumutbar – auch weil Sprühsahne nur „einen verhältnismäßig geringfügigen Nutzen“ für die Verpflegung der Insassen habe.

In einem anderen Konflikt gab es diesmal keine Schwierigkeiten. Nachdem im vergangenen Jahr einem Sicherungsverwahrten ein geschenkter Schokoladenweihnachtsmann verweigert worden war, hatte in diesem Jahr die Anstaltsleitung ein Einsehen: Rechtzeitig vor dem Fest wurde dem Sicherungsverwahrten die Schoko-Figur ausgehändigt - sogar mit Stanniolhülle.

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