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Sieben Katzen und eine Tierpension im Haus

Tierfreundin Sieben Katzen und eine Tierpension im Haus

Nicht alltäglich ist die Beziehung, die Regina Adler aus Rhumspringe mit Tieren verbindet. Neben der Pflege von sieben eigenen Katzen engagiert sie sich im Tierheim Siebigsberg und hat vor kurzem auch noch eine kleine Tierpension für Katzen und Hunde eröffnet. 

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Leben in Hausgemeinschaft mit vielen Katzen: Regina Adler und Kater Moritz.

Quelle: Mischke

Wenn was ist, kümmere ich mich darum“, so Adler über ihre Einsätze im Tierheim. Neben organisatorischer Unterstützung hilft sie, die Tiere zu betreuen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Dazu gehört es auch, dass sie am Wochenende mal den einen oder anderen Hund zu sich nach Hause holt, um mit ihm spazieren zu gehen und ihm so etwas Abwechslung vom Tierheimalltag zu bieten. Und ihre eigenen Katzen? „Die verstehen sich immer gut mit dem Besuch“, erzählt sie.

Überhaupt sei das Leben mit ihren „Schmusis“, wie sie sie liebevoll nennt, viel entspannter als es sich manche vielleicht vorstellen. „Es hat sich alles so eingespielt“, sagt sie. Die Katzen hielten sich drinnen und draußen auf, die Türen im Haus stünden den ganzen Tag offen. „Es ist einfach ein gewisser Alltag darin“, beschreibt sie das Zusammenleben mit den Vierbeinern.

Weil Adler mit Katzen aufwuchs, war für sie immer klar, dass sie auch im eigenen Haus nicht auf welche verzichtenwollte. Sie wusste: „Wenn ich baue, muss ich auch ein Tier haben.“ Dass es jedoch einmal sieben werden würden, hätte sie damals selbst nicht gedacht. „Das hat sich so ergeben“, sagt sie lächelnd. Vor 13 Jahren sei ihr der erste „Tiger“ zugelaufen, die anderen seien dann nach und nach dazugekommen. 

Einauge aufgenommen

Manche holte sie auch aus dem Tierheim, wie den Kater namens Einauge, der durch einen Katzenschnupfen vor einiger Zeit ein Auge verlor oder eine andere, motorisch gestörte Katze. „Das sind alles Tiere, die sonst keiner will, die würden sonst wahrscheinlich im Tierheim bleiben, bis sie sterben“, so Adler. 

Die letzte, siebte Katze war eigentlich ein Besucher ihrer Pension, der nur eine Weile bis zur Vermittlung ins Tierheim bei ihr bleiben sollte. Da sich die Katze aber auf Anhieb mit den anderen Vierbeinern verstand und schnell einlebte, beschloss Adler, sie zu behalten und so vor dem Tierheim zu bewahren. „Aber bei sieben ist jetzt Schluss“, sagt sie lachend. „Irgendwo ist auch eine Grenze.“ 

Dass diese für viele andere Tierliebhaber mit sieben Katzen längst überschritten wäre, ist Adler klar. „Viele fragen, wie das geht mit sieben Katzen und können sich nicht vorstellen, wie schön das sein kann“, kommentiert sie die Reaktionen auf ihre ungewöhnliche Tierliebe zusammen. Und natürlich müsse sie auch viel Arbeit und Zeit investieren. Aber für das, was sie von ihren Schützlingen zurückbekomme, sagt sie, mache sie gerne einige Abstriche. „Das ist einfach so viel Liebe und Geborgenheit, die mir die Katzen entgegenbringen“, erzählt sie. 

Warum vor allem Katzen sie so faszinieren? „Die Tiere haben eine ganz eigenen Persönlichkeit, ein eigenes Wesen, das ist das Spannende“, antwortet sie. Dass Tiere heute für viele Menschen nicht mehr zum Alltag gehören, bedauert sie. „Viele stört so ein Tier“, weiß sie aus den Erfahrungen ihrer jahrelangen Mitarbeit im Tierheim. Sie ist sich sicher, dass den Menschen dabei viel entgehe: „Tiere sind eine Bereicherung für das Leben, meine Katzen sind für mich ein riesengroßes Glück.“ 

Von Christina Stender

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