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Siedlungsreste im Edersee Waldeck aufgetaucht

Ein "kleines Atlantis" Siedlungsreste im Edersee Waldeck aufgetaucht

Wegen großer Trockenheit gibt der Edersee zurzeit Schätze frei, die sonst tief unter der Wasseroberfläche verborgen liegen. Reste alter Siedlungen, die einst geflutet wurden, kommen wegen des niedrigen Wasserpegels als „Edersee-Atlantis“ in diesen heißen Sommertagen zum Vorschein.

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Wegen der Trockenheit der letzten Monate kann die vierbogige alte Brücke, die vor einem Jahrhundert in den Fluten des Stausees versank, derzeit trockenen Fußes überquert werden.

Quelle: dpa

Waldeck. Ausflügler können jetzt auf alten Wegen wandern, Mauerreste von Berich sowie den Friedhöfen von Alt-Bringhausen und Berich besichtigen, außerdem die Aseler Brücke überqueren, die sonst unter dem Wasserspiegel liegt. Die 60 Meter lange vierbogige Ederbrücke wurde um 1890 erbaut und ist das am besten erhaltene Bauwerk im alten Edertal.

Bei „Vollstau“ misst der Wasserpegel an der Edertalsperre 244,97 Meter über Normal-Null. In Laufe dieser Woche war der Pegelstand auf 231,92 Meter gesunken. Sonst etwa 13 Meter unter dem Höchstpegel verborgen, lässt sich derzeit Vieles im Schlamm entdecken.

Die wuchtige Staumauer sperrt das Edertal und schuf vor rund 100 Jahren eine Seenlandschaft von 27 Kilometern Länge. Gebaut wurde die Edertalsperre zwischen 1908 und 1914, um der Weserschifffahrt und dem Mittellandkanal in den Sommermonaten ausreichend Wasser zuzuführen. Auch dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung dient die Talsperre.

Durch die Flutung des Edertals verloren einst 700 Menschen ihre Heimat. Die drei im Tal liegenden Dörfer Asel, Bringhausen und Berich wurden abgetragen und wegen des Sperrmauerbaus verlegt. Einige Mauerreste der Dörfer versanken in den Fluten. Die Bewohner wurden umgesiedelt. Weitere Infos zu Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten im Internet: edersee.com.

Von Karola Hoffmann

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