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Sigrid Heimberg und Hans-Joachim Kohlstedt neues Schützenkönigspaar

Schützenfest Sigrid Heimberg und Hans-Joachim Kohlstedt neues Schützenkönigspaar

Jeden Montag schießen sie gemeinsam. Im laufenden Jahr wachsen der Traditionsverein von 1863 und der Frauen-Schützenverein SV Diana noch enger zusammen. Beide marschieren beim Schützenumzug vorn. Sie stellen das Königspaar. Sigrid Heimberg und Hans-Joachim Kohlstedt sind die Majestäten.

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Neue Majestäten winken dem Schützenvolk: Königin Sigrid Heimberg und König Hans-Joachim Kohlstedt.

Quelle: Heller

Göttingen. Der Jubel war vor allem bei den 63ern groß. 14 Jahre ist es her, dass einer von ihnen König war (2001 Karl Ockel). Diana hingegen, erfolgsverwöhnt, hat in dieser Zeit sechs Königinnen gestellt, Sigrid Heimberg nun schon zum zweiten Mal (2013 und 2015). „Das hat er wirklich verdient“, schwärmte 63er Rainer Hald vom neuen König, und Diana-Vorsitzende Alexandra Wallbaum findet das Königspaar „ja, super!“. Jetzt werde „ein Jahr Party gemacht“. Die 63er-Schützen könnten sich über „den charmantesten Verein Göttingens“ an ihrer Seite freuen.

 
Zur Proklamation am Sonnabend im voll besetzten Festzelt hatte es Oberschießmeister Rüdiger Fus wieder spannend gemacht. Den Königs-Kandidatinnen schenkte er gleich ein Fläschchen ein, das Brigitte Dennl (Freihand, Kronprinzessin) und Angela Linne (Scharnhorst, Prinzessin) brauchten, um die Enttäuschung zu verkraften. Bei den Schützen waren Reinhold Schmied (Niedersachsen ) und Horst Chemnitz (1863) als Kronprinz und Prinz knapp um den Sieg gekommen. Königin und König hingegen konnten sich der Gratulanten kaum erwehren, so dass Fus verzweifelt Disziplin anmahnen musste. Immerhin galt es noch, beim Pfeilewerfen 450 Liter Freibier der Einbecker Brauerei zu gewinnen.

 
Sigrid Heimberg musste noch in der Nacht am Telefon Ehemann Lothar beichten, dass sie schon wieder Königin ist. „Hasi“ war nach einer Floßfahrt auf der Isar noch nicht wieder da. Vor zwei Jahren kam er nachts mit dem Fahrrad ins Festzelt, um seiner frisch gekürten Königin zu gratulieren. Er wäre in diesem Jahr in ein Zelt voller ausgelassen feiernder Schützen gekommen, die froh sind, dass es bei Teilnehmerzahl und Stimmung mit dem Göttinger Schützenfest am angestammten Schützenplatz offensichtlich wieder bergauf geht.

 

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Foto: Heller

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Roggenbuck Volkskönigin
Ehepaar Roggenbuck. Foto: Heller

Ehepaar Roggenbuck. Foto: Heller

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Totale Konfusion oder perfektes Verwirrspiel: Wer nun neuer Volkskönig wird, das machte die Bürger-Schützen-Gesellschaft in diesem Jahr spannend. Waren wirklich nicht alle Kandidaten mit guten Ergebnissen nicht zur Proklamation gekommen? Immerhin hatten 28 Nichtschützen mitgeschossen. Oder sollte Gertrud Roggenbuck, die plötzlich allein noch ohne Titel vor den versammelten Schützen stand, nur noch etwas auf die Folter gespannt werden? Dann das erlösende: „Neue Volkskönigin: Gertrud Roggenbuck - endlich mal!“

 
Der Nachsatz war fehl am Platz. Die Frau des Ehrenvorsitzenden der Marinekameradschaft schießt seit mehr als 20 Jahren immer vorn mit und ist nun schon zum dritten mal Königin. diesmal war sie sich sicher: „Der erste schuss ging genau in die Mitte.“ Die Volkskönigin: „Nun kann ich endlich mal wieder alle Königsbälle in allen Vereinen mitmachen“, freute sie sich. einzige Einschränkung: „Hoffentlich sind die nicht, wenn die BG spielt. Ich habe eine Dauerkarte.“    ck

 
Brigitte Dennl beste Königin
Auch unter den Vereinskönigen gibt es bei jedem Schützenfest einen Vergleich. Diesmal gewann Brigitte Dennl (Freihand) den Pokal der Vereinsmajestäten vor ihrem Vereinskameraden Jürgen Menke. Dritter wurde Thomas Rösner (Florian). Das Schießen um die Gänselieselstandarte gewann diesmal die Mannschaft der BSG vor dem Kreis.Eberhard Ebmeyer (Rosdorf) war bester Einzelschütze. ck
 
Junggesellinnen mischen Schützen auf

Im Vorjahr war es eine Jugendgruppe aus Fulda, die das Schützenfest der Göttinger Bürger-Schützen aufmischte. Diesmal brachten zwei Junggesellinnen-Abschiede Stimmung aufs Festzelt. Bianca Möller aus Northeim und Nadine Stassen-Gergs aus Blickershausen (Witzenhausen), die beiden Bräute, hatten mit großem Anhang das Festzelt gestürmt und bekamen prompt ihr Ständchen von den Eisenbrechern. „Tulpen aus Amsterdam“ und Ehrentanz für die angehenden Bräute. „Bei uns ist doch nix los, und hier sind die Leute so nett“, schmeichelte eine der Braut-Begleiterinnen den Göttinger Schützen. Braut Nadine, die ihren künftig Angetrauten am 8. 8. 2008 kennengelernt hatte und nun am 8. 8. heiratet, fand es „einfach schön hier“.

 
Tatsächlich wunderten sich sogar die Schützen selbst darüber, wie gut der Besuch bis Sonnabend war und wie der Rummel wieder im Kommen ist. Selbst Schausteller-Sprecher Hilmar Theile war mit den ersten drei Tagen sehr zufrieden, ja „positiv überrascht“. Bei so gutem Besuch könne im nächsten Jahr mit mehr Fahrgeschäften gerechnet werden.

 
Die Oldie-Night mit Graham Bonney etwa war trotz der Konkurrenz des KWP-Konzertes ordentlich besucht. Die Stimmung war noch besser. Der Alt-Star versteht sein Handwerk einfach. Auch am Tanzabend ein gut gefülltes Zelt und Stimmung von der Band Eisenbrecher. Das seit Jahren erstmals wieder stattfindende Feuerwerk lockte dann auch viele Gäste vom Rummel zum Tanzen ins Zelt. Oberschaffer Harald Grahovac freut sich, dass das Konzept, das Schützenfest am alten, neuen Standort Schützenplatz wieder zu beleben, aufgegangen sei. Und für das Schützenfrühstück am Montag (Beginn 10 Uhr) mit deftiger Wurst und ebensolchen Polit-Reden haben sich schon mehr als 550 Göttinger angemeldet.      ck

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