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Skater fordern Rollsportanlage in Göttingen

Onlinepetition Skater fordern Rollsportanlage in Göttingen

Skateboarder sind üblicherweise Freigeister und Individualisten. In Göttingen haben sich kürzlich viele Einzelsportler zu einer Aktion zusammengefunden.

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Quelle: Murat/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. 1533 Skateboard-Liebhaber (Stand Dienstag) fordern in einer Onlinepetition von Oberbürgermeister Rolf-Georg-Köhler (SPD) den Bau einer modernen Rollsportanlage in Göttingen. Initiiert wurde das Anliegen von Skater Jan Kliewer.

Kliewer ist in Göttingen aufgewachsen und kommt regelmäßig in die Universitätsstadt, um seine Eltern und gute Freunde zu besuchen. Im Appell auf der Petitionsplattform der Bürgerbewegung Campact beklagt Kliewer „die spärlichen Möglichkeiten zur Ausübung meines Sports“ in seiner Heimatstadt. In den 90er-Jahren sei der Göttinger Rathausvorplatz unter Street-Skateboarder noch ein Insidertipp gewesen. Doch die Sportart und die Anforderungen an Skate-Anlagen hätten sich, so Kliewer, in den vergangenen zehn Jahren „erheblich verändert“. Daher ist ein moderner Skatepark in Göttingen für Kliewer eine „Herzensangelegenheit“.

„Gerade skandinavische Länder bestechen schon lange durch hervorragende Skatepark-Konzepte“, erläutert Kliewer, der an mehreren Skatepark-Planungen und deren Bau im In- und Ausland beteiligt war. Er bittet die Verantwortlichen der Stadt um Unterstützung für eine „moderne Rollsportanlage für Jung und Alt, Anfänger und Profis“. Der Aufruf richtet sich auch an Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH. Mit dem Bau einer Rollsportanlage könne das Göttinger Sportstätten-Portfolio „um einen wunderbaren Ort zur sportlichen Betätigung und Begegnung“ bereichert werden.

Mit ihrer Unterschriftenaktion, die sie auch in sozialen Netzwerken verbreiten, wollen Kliewer und die anderen Skater „den Stein ins Rollen bringen“ und gegenüber der Stadt ihren Bedarf unterstreichen. Dabei sind ihnen die Probleme der Finanzierung durchaus bewusst. Doch sie sind zuversichtlich: „Wo ein Wille ist, wird man auch einen Weg finden können.“

Während der Einwohnerfragestunde der nächsten Ratssitzung am Freitag, 13. März, wollen Kliewer und seine Mitstreiter den Göttinger Ratspolitikern ihre Petition übergeben. „Ich hoffe, dass sich etwas bewegen lässt und dass wir zu einen guten Austausch kommen“, sagt Kliewer.

Von Kai Böhne

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