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Skurrile Züge

Tageblatt-Wochenendkolumne Skurrile Züge

Der Hannoveraner an sich ist ja ahn fahner, s-tiller Mensch. Ich zum Beispiel. Doch nun muss die Zurückhaltung weichen, und - Achtung: schönes hannöversches Aushilfsverb - ich gehe bei und präsentiere mich mal als vorbildlich in Göttingen integriert. Tusch!

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Stellvertretender Chefredakteur des Tageblatts: Christoph Oppermann.

Quelle: GT

Mit einer Stellungnahme. Dezidiert und wuchtig und in der Zeitung und zu einem Kulturthema. Noch ein Tusch! Ich plädiere dafür, dem Areal vor dem Göttinger Bahnhof einen neuen Namen zu geben. Tusch #3! Mein Vorschlag: "Platz der Göttinger 7 bis 8". In der Stadt, die Wissen schafft, scheint man es mit der Genauigkeit nicht so genau zu nehmen. Es waren sieben. Sieben, die dem hannöverschen König den Marsch geblasen haben. Sieben, nicht acht. Auch nicht ungefähr.

Keine Künstler- oder Kulturschaffendenquote, keine kreative Ambition ändert daran etwas. Und auch der freibleibende Platz auf dem Denkmalsockel kann nicht als Ausrede dafür dienen, dass, gleich ob in Wort oder Bronzeguss, doch ein Name eingespart und damit Raum für einen anderen sei. Sieben. Oder es keimt der Verdacht, dass der kommunale Slogan auch anders gelesen werden könnte: Stadt, die das Wissen echt geschafft hat.

Nun will ich nicht allen Spendern, Kommunalpolitikern und Befürwortern völlig die Laune verderben und biete einen weiteren Vorschlag zur Diskussion an, wie der Bahnhofsvorplatz künftig zu nennen sei: "Platz der skurrilen Züge". Passt in gewisser Hinsicht auch zu dem Steinklotz, und beim nächsten GDL-Streik wird Göttingen todsicher in allen überregionalen Medien erwähnt. Und der nächste GDL-Streik kommt ganz sicher. Aber einen ordentlichen Namen braucht der Platz.

Von Christoph Oppermann

Sie haben auch Vorschläge, wie der Bahnhofsvorplatz künftig heißen soll? Dann schreiben Sie mir an  c.oppermann@goettinger-tageblatt.de oder per Twitter @tooppermann
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