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Zwei Göttingerinnen berichten

Erdbeben auf Kos Zwei Göttingerinnen berichten

In der Nacht zum Freitag hat ein Erdbeben der Stärke 6,5 (Angaben der griechischen Behörden) die Ägäis erschüttert. Die Göttingerin Elvan Tekindor-Freyjer wartete   um am Freitagmorgen auf dem Flughafen der griechischen Ferieninsel Kos auf ihren Rückflug. Am Mittag konnte sie abreisen. So hat sie das Beben erlebt:

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Quelle: dpa

Göttingen/Kos. Auf dem Flughafen der Insel war am Freitag Geduld gefragt. “Es ist das totale Chaos hier”, berichtete Tekindor-Freyjer. “Wir wollten eigentlich am Morgen zurück fliegen, aber hier wird erst einmal  kontrolliert ob alles  intakt ist - Startbahnen und Gebäude”, sagte sie. Viele Touristen säßen vorübergehend am Flughafen fest. Alle Verantwortlichen seien aber sehr um ein schnelles Vorankommen bemüht. Am Mittag konnte sie ihren geplanten Rückflug antreten.

Tekindor-Freyjer wurde gegen 1.30 Uhr in ihrem Hotel von dem Beben überrascht. “Wir waren  gerade zu Bett gegangen  aber noch wach”, sagt sie. “Dann wurden wir ordentlich durchgerüttelt”. Die Tekindor-Freyjers liefen, wie die anderen Gäste ihres Hotels in Mamari, auch, ins Freie. Der Strom sei ausgefallen, größere Schäden habe es dort aber offensichtlich nicht gegeben, sagt die Göttingerin. Sie habe noch drei Nachbeben gespürt.

Am Flughafen in Kos

Quelle: Elvan Tekindor-Freyjer

Ganz ähnlich hat die Göttingerin Ines Freiboth das Beben im Robinson Club nahe des Ortes  Kardamena erlebt. “Es war schon sehr beängstigend, weil Bett und Wände stark gewackelt haben - so als arbeite jemand mit einem Presslufthammer”, berichtet sie. Das schlimmste sei die Ungewissheit gewesen, niemand habe ja gewusst, was nach den fünf Nachbeben noch komme.  “Unsere Reiseleiterin wohnt in der Stadt Kos, sie berichtete uns, dass dort viele Häuser beschädigt sind”, so die Göttingerin. Freiboth hat die Nacht bis gegen 4 Uhr am Strand verbracht.

Das Beben war bis nach Göttingen zu spüren - zumindest für den Hightech Seismographen  des Vereins “Wiechert'sche Erdbebenwarte Göttingen”. Dessen Vorsitzender Wolfgang Brunk zeichnete die Wellen in Göttingen auf.

Screenshot der Erdbebenwarte in Göttingen

Quelle: r

Bei dem Beben in der Ägäis kamen auf der beliebten Ferieninsel  in der Altstadt von Kos zwei Touristen ums Leben - ein Schwede und ein Türke. Fünf Menschen wurden schwer verletzt. Bei dem Beben, das in der Nacht die Südküste der Türkei und Kos traf, wurden  mehr als 120 Menschen verletzt. Auf Kos erlitten laut dem Bürgermeister der Inselhauptstadt, Giorgos Kyritsis, mehrere Gebäude Schäden. Viele Touristen verbrachten die Nacht auf der Straße. In der Altstadt der Inselhauptstadt Kos lagen heruntergefallene Ziegelsteine und auch kleinere Schäden wie Sprünge in Hauswänden oder kaputte Fenster waren zu sehen. In der Altstadt befinden sich Bars und Restaurants. Die beiden Touristen seien gestorben, nachdem eine Mauer auf eine Bar in der Altstadt fiel, sagte Kolokouris.

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