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So viele Übernachtungen wie noch nie

Positive Zahlen für Göttingens Tourismus So viele Übernachtungen wie noch nie

„Wir sind sehr zufrieden.“ Mit diesen Worten hat Göttingens Tourismus-Chefin Angelika Daamen auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin die Göttinger Übernachtungsbilanz 2015 kommentiert. 482 652 Übernachtungen - das ist Rekord.

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Rekord: So viele Übernachtungsgäste konnte Göttingen noch nie für sich verbuchen.

Quelle: Archiv

Göttingen. Göttingen hat mit seinen guten Übernachtungszahlen im vergangenen Jahr- plus 8,7 Prozent gegenüber 2014 - nicht nur sich selbst übertrumpft, sondern steht auch im Landesvergleich gut da. Zusammen mit den Partnern der Marketing-Kooperation „Die neun Städte in Niedersachsen“, zu denen Braunschweig, Celle, Goslar, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Wolfenbüttel gehören, blickt Göttingen auf ein „erfolgreiches Tourismusjahr 2015“ zurück.

Erstmals wurden in den neun Städten mehr als fünf Millionen Übernachtungen gezählt, wobei besonders aus dem Ausland deutliche Steigerungen zu verzeichnen waren. Grund dafür ist unter anderem die gemeinsame Präsentation auf Reisemessen wie etwa der ITB, wo sich Göttingen im Kreise seiner Kooperationspartner auch vergangene Woche präsentierte.

Im Ranking der ausländischen Übernachtungsgäste in Göttingen liegen die Briten mit 38,5 an der Spitze. Es folgen Schweden mit 24,2 und Dänen mit 20 Prozent. Daamen, Geschäftsführerin des Vereins Göttingen Tourismus, und ihr Mitarbeiter Hartmut Wolff, freuen sich vor allem darüber, dass die Skandinavier „wieder zurück“ seien und in Göttingen auf dem Weg in den Süden eine Zwischenübernachtung einlegen.

In den Vorjahren seien deren Übernachtungszahlen rückläufig gewesen. „Der Norden für uns der wichtigste Markt“, sagt Daamen. Die „sehr guten“ Übernachtungszahlen in Göttingen - plus 8,7 Prozent gegenüber 2014 - können sich auch im Vergleich sehen lassen: in Niedersachsen betrug das durchschnittliche Plus 2,2 Prozent. Deutschlandweit nennt das Statistische Bundesamt bei den Übernachtungen ein Plus von 2,9 Prozent.

Als Gründe für den positiven Trend nennt Daamen zum einen, dass Göttingen von vielen Tagungen profitiere, die Gäste in die Stadt brächten. Auch habe sich bemerkbar gemacht, „dass sich die Saison verlängert“, so Daamen. Die „stärksten Monate“ seien September (50 255 Übernachtungen, Juni (46 129) und Juli (45 506). Schon an vierter Stelle folgt der November (44 422).

Daamen blickt auch positiv auf das laufende Jahr. Das Erlebnisturnfest verspreche eine gute Auslastung der Bettenkapazitäten in Göttingen. Die lag im vergangenen Jahr bei 43 Prozent. „Wir sind froh“, so Daamen weiter, dass mit dem Bed-and-Breakfast-Hotel am Bartholomäusbogen noch in diesem Jahr ein Hotel „im niedrigeren Preissegment“ öffne. In diesem habe Göttingen Bedarf.

Kultur, Kneipen und Küsse

Berlin ist beliebtestes deutsches Städtereiseziel. 12,4 Millionen Besucher zählte die Hauptstadt-Metropole laut Angaben des Deutschen Reiseverbands 2015. Von solchen Zahlen ist Göttingen weit entfernt. Die meisten Besucher hier sind laut Tourismus-Chefin Angelika Daamen Tagungsgäste. In Kooperation mit dem Marketing-Verbund „Die neun Städte in Niedersachsen“ wird aber auch um Städtetouristen geworben.

Pünktlich zur Internationalen Tourismusbörse in Berlin brachte die Städtegemeinschaft eine Broschüre zum Thema Festivals und Events heraus, mit der verstärkt jüngere Zielgruppen angesprochen werden sollen. Göttingen wirbt darin mit seiner lebendigen Kulturszene und nennt die Veranstaltungshighlights: Internationale Händel-Festspiele, Nacht der Kultur, NDR 2 Soundcheck-Festival Neue Musik, Literaturherbst und Jazzfestival. Festivalbesuche böten sich vor allem für Wochenendreisende an, sagt die Göttinger Touristikerin. „Sehr beliebt ist die Weihnachtszeit mit dem Weihnachtsmarkt und natürlich die Möglichkeit, einmal wieder Student zu sein und die alten Studienstätten und Kneipen zu besuchen“.

Außerdem punkte Göttingen bei Tagesbesuchern mit dem historischen Stadtbild, dem jugendlichen Flair durch die vielen Studierenden, und dem Botanischen Garten, der innenstadtnah zu einer grünen Pause einlade. Auch weist Daamen auf „das besondere Shoppingangebot mit den vielen kleinen Läden und ein tolles Stadtführungsangebot“ hin. Die Tourismus-Chefin nennt schließlich ein Alleinstellungsmerkmal Göttingens: „Wo sonst trifft man das meistgeküsste Mädchen der Welt?“ be

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