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Solidarität mit den Besetzern

Unternehmer für "sinnvolle Nutzung" des DGB-Hauses Solidarität mit den Besetzern

In einer gemeinsamen Erklärung haben Göttinger Unternehmer aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sich solidarisch mit dem Besetzern des ehemaligen DGB-Hauses in der Oberen-Masch-Straße 10 erklärt. Sie halten es für wichtig, das Haus "sinnvoll" zu nutzen und verweisen auf die "historische Verantwortung" des DGB mit dem Erbe.

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Das ehemalige DGB-Haus in Göttingen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die 19 Unternehmer unterstützen zudem einen Antrag der Ratsfraktionen der Antifaschistischen Linken, der Piraten und der Grünen im Sozialausschuss des Rates. Darin schlagen die Fraktionen vor, dass die Stadt Göttingen zwischen den Besetzern, dem DGB und der DGB-Immobiliengesellschaft VTG vermittelt Die Unternehmer bitten den Sozialausschuss, mit Beschluss des Antrags "konstruktive Gespräche zu ermöglichen, ein Zeichen für die Fremdenfreundlichkeit der Stadt zu setzen und das ehrenamtliche Engagement der Bürger anzuerkennen", heißt es in der Erklärung.

Auch sehen die Unternehmer die Aussagen des niedersächsischen DGB-Vorsitzenden Hartmut Tölle kritisch, in denen er eine Nutzung des Gebäudes als Wohnhaus für Studierende und Auszubildende ankündigt, die die Räumung des Gebäudes erfordere. "Angesichts des schon lange bekannten Bedarfs an Wohnflächen für Studierende oder Auszubildende erscheint es fraglich, warum der DGB, der das Gebäude seit 2009 ungenutzt ließ, hier plötzlich mit solchen Planungen an die Öffentlichkeit geht", heißt es in der Erklärung.

Sie begrüßten, "dass das Gebäude in der Oberen-Masch-Straße 10 aktuell durch ehrenamtlich getragenes Engagement einer Nutzung durch Geflüchtete und andere von Wohnungsnot betroffene Menschen zugeführt wird". 

Der DGB sollte sich der Verantwortung bewusst sein, die mit dem sehr geringen Verkaufspreis einherging, für den die Jüdische Gemeinde Göttingen das Gebäude 1952 an den DGB verkaufte, fordern die Unternehmer. "Nach nunmehr sechs Jahren Leerstand sollte der DGB sich fragen, ob es tragbar ist, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, hier werde ein Gebäude an einem attraktiven Innenstadtstandort aus unklaren Motiven zu einem reinen Spekulationsobjekt der Immobilienwirtschaft degradiert."

Die Unterzeichner der Erklärung

           

Ulrich Drees                                        Freier Autor

 

Lia Eastwood                                      EASTWOOD DESIGN

 

Saskia Erdogan                                  SCRIPTORAT

 

Jürgen Jenauer                                   JENAUER MEDIEN [Netzwerk MEDIAPOOL Göttingen]

 

Roland Laich                                       [Netzwerk UPPERCASE]

 

Dirk Mederer                                      PLAZEBO [Netzwerk MEDIAPOOL Göttingen]

 

Steffen Mutschler                               Bühnenbildner

 

Anneke Neumann                               Freie Künstlerin

 

Clarissa Pech                                     Systemisches Coaching

 

Katrin Raabe                                      [Netzwerk UPPERCASE]

 

Carolin Schäufele                               REDAKTIONSBÜRO SCHÄUFELE [Netzwerk MEDIAPOOL Göttingen]

 

Birgit Schneider                                 PUNKT.UM

 

Sonja Elena Schröder                        BILDWERFER

 

Amelie Stock                                      STOCKBUCH

 

Michael Tihl                                        PROJEKTIHL GMBH

 

Michaela Gräfin von Bullion                Presse und Öffentlichkeitsarbeit

 

Wolfgang Webermann                       [Netzwerk UPPERCASE]

 

Claudia Wegener                               STOFF-TRÄUME

 

Marja Weyrauch                                 Logopädin

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