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Solidarität zum 1. Mai

Kundgebungen zum Tag der Arbeit in der Region Solidarität zum 1. Mai

„Zeit für mehr Solidarität“ - unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Südniedersachsen zu Demonstrationen und Kundgebungen am 1. Mai auf. Die größte Demonstration der Region startet um 10.30 Uhr am Platz der Synagoge in Göttingen und mündet um 11.30 Uhr in einer Maikundgebung auf dem Platz vor dem Alten Rathaus.

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Symbol zum Tag der Arbeit: rote Nelke.

Quelle: Jens Wolf (dpa)

Göttingen. Die Mairede hält Dierk Hirschel aus dem Verdi-Bundesvorstand.

Den diesjährigen Tag der Arbeit stellen die Gewerkschaften klar in das Zeichen der Flüchtlingskrise. Im Mittelpunkt stehe daher die „Solidarität zwischen arbeitenden Menschen, Generationen, Starken und Schwachen, Bundesbürgern und Flüchtlingen als notwendiges Gegenprogramm zu Lohndumping, sozialen Kürzungen, Ausgrenzung und Hass“, wie der DGB mitteilte. „Die Einhaltung von Tarifverträgen und des gesetzlichen Mindestlohns sind wesentliche Voraussetzungen, um bundesdeutsche wie auch mobile Arbeitnehmer sowie Geflüchtete zu schützen“, erklärt der Göttinger DGB-Vorsitzende Lothar Hanisch. „Es ist ein Irrweg, gerade die Geflüchteten zeitweise oder dauerhaft von Regulierungen und Mindeststandards am Arbeitsmarkt auszunehmen.“ Dadurch würden weder Arbeitsplätze entstehen, noch würden sich die Arbeitsmarktchancen verbessern.

Im Zeichen der internationalen Solidarität steht auch das „Refugees Welcome“-Festival, das die Gewerkschaftsjugend zusammen mit anderen Organisationen am Sonnabend, 30. April, ausrichtet. Ab 18 Uhr spielen dabei verschiedene Bands auf dem Campusgelände hinter dem Blauen Turm, außerdem werden Workshops angeboten.

Der DGB untermauert damit auch den politischen Anspruch des ersten Mai. Seine Wurzeln hat der Tag der Arbeit im sogenannten „Haymarket Riot“ 1886, bei dem im Nachgang zu einem gewerkschaftlich organisierten Streik in Chicago sechs Arbeiter von der Polizei erschossen und zahlreiche weitere unter anderem durch eine Bombe verletzt wurden. Das Ereignis gilt als Auslöser für die internationale Arbeiterbewegung, den ersten Mai als „Kampftag der Arbeiterklasse“ zu etablieren. In Deutschland scheiterte die Einrichtung als gesetzlicher Feiertag während der Weimarer Republik zunächst, später griffen die Nationalsozialisten den Feiertag auf und widmeten ihn nach der Zerschlagung und Stürmung der Gewerkschaften zum „Nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ um. Seit 1946 dient der Feiertag wieder seinem ursprünglichen Zweck.

Weitere Maiveranstaltungen gibt es in folgenden Orten:

Einbeck: Maikundgebung auf dem Möncheplatz um 11 Uhr. Northeim: evangelischer Gottesdienst auf dem Münster um 10 Uhr. Platzkonzert Spielmannszug im Jäger-Corps auf dem Münster um 10.45 Uhr, anschließend um 11.30 Uhr Maikundgebung auf dem Mühlenanger. Hann. Münden: ökumenischer Gottesdienst in der Reformierten Kirche, Burgstraße, um 10 Uhr. Um 11 Uhr Demonstrationszug ab Schlossplatz, um 11.30 Uhr Maikundgebung vor dem Rathaus. Osterode: Maikundgebung um 10.30 Uhr im Haus der Jugend in Osterode.

Von Benjamin Köster

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