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Sommerferienprogramm im Zoologischen Museum Göttingen

Nesseln und Schulpe Sommerferienprogramm im Zoologischen Museum Göttingen

Beim Ferienprogramm des Zoologischen Museums hat es für Kinder vieles zu entdecken gegeben. Bei der letzten Veranstaltung in den Sommerferien konnten die jungen Besucher gefundenes Strandgut mitbringen und von Museumsmitarbeiterin Gisela Vogel und Praktikantin Lisa Nolting bestimmen lassen.

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Zwischen Daniel und Helena zeigt Gisela Vogel die Überreste von Seepocken.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Kronkorken und Scherben sind Müll und gehören nicht in das Meer, sagt Vogel. Schnecken und Muscheln hingegen schon. Helena (7) und Johann (4) waren zusammen mit ihren Eltern in Dänemark und präsentieren ihre Mitbringsel. „Das ist von einer Wellhornschnecke“, sagt Helena und zeigt auf das Gehäuse. Die dazugehörigen ausgetrockneten Eihüllen hat Johann in seiner Box. Schwertmuscheln sind für die beiden Meeresprofis auch keine Neuheit. „Schneckenhäuser bestehen meistens aus einem Teil und Muscheln aus zwei“, erklärt Vogel. Nicht alle Schnecken hätten allerdings ein spiralförmiges Haus – die Napfschnecke zum Beispiel. Wenn man sich die spiralförmigen Schneckenhäuser an das Ohr hält, kann man das Meer rauschen hören, beschreibt der neunjährige Dominik. So werde es zwar oft behauptet, meint Vogel, aber eigentlich ist nicht das Meer, sondern das eigene Blut zu hören.

 
Austern haben Johann und Helena auch gefunden. Darunter auch eine runde. „Das könnte eine europäische Auster sein“, sagt Vogel. Die Amerikanischen, die oft zur Zucht genutzt werden, seien eher länglich.

 
Daniel hat nicht alles vom Ostseestrand mitgebracht, was er gesehen hat – aus gutem Grund. „Dort waren auch Quallen“, sagt der Siebenjährige. Die gehören zu den Nesseltieren, erklärt Vogel. Berührungen mit Quallen könnten zu schmerzhaften Hautverletzungen führen. Nesseln – „wie bei Brennnesseln“, stellt der sechsjährige Constantin fest, die tun nämlich auch weh.

 
Einen Schulp einer Sepie – eines zehnarmigen Tintenfisches – haben die Kinder allerdings noch nicht gesehen. Die Form der hauptsächlich aus Kalk bestehenden Auftriebskörper bestimmt, welche Meerestiefen die Tiere erreichen können.  Strandgut ist aber nicht nur zum Anschauen geeignet. Mit Stiften und Kleber verwandeln die Kinder anschließend Pappen sowie Papier unter anderem in Aquarien und Strände. fri

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