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„Wir bauen nicht plötzlich nur noch Schrott“

Sommerfest der CDU „Wir bauen nicht plötzlich nur noch Schrott“

Am Tag des großen Diesel-Gipfels in Berlin haben sich am Mittwochabend hochrangige CDU-Politiker aus Bundes- und Landtagen im Göttinger Autohaus Peter eingefunden. Mit einem Sommerfest läutete der CDU-Kreisverband Göttingen die heiße Phase seines Bundestagswahlkampfes ein.

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Fritz Güntzler begrüßt seine Gäste zum CDU-Sommerfest.

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. So begrüßte Spitzenkandidat Fritz Güntzler mehrere hundert Gäste mit den Worten „Wir starten durch“ und schränkte seine Aussage gleich wieder ein: Guter Wahlkampf dauere schließlich nicht nur ein paar Wochen, sondern vier Jahre. Güntzler formulierte eingangs gleich seine vier Ziele für die Wahl am 24. September: Merkel müsse Bundeskanzlerin und die CDU die stärkste Fraktion in Berlin bleiben. Er wolle zudem eine rot-rot-grüne Regierung verhindern und das Direktmandat in Göttingen holen. Das sei zuletzt Rita Süßmuth im Jahr 1997 gelungen und mal wieder an der Zeit, so Güntzler.

Unterstützung von Kauder

Unterstützung bei diesem Vorhaben erhielt er an diesem Abend von CDU-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder und Bernd Althusmann, Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Januar 2018. Beide hielten sich nicht lange mit lokalpolitischen Fragen auf, sondern nutzten ihre Einladung zur Abrechnung mit der SPD und zur Präsentation der eigenen Wahlprogramme in Bund und Land.

Ganz nebenbei attestierten sie dem „guten Freund Fritz“ große Kompetenz in Finanzfragen, Fleiß und Zuverlässigkeit. Von Kauder erhielt der Göttinger Bundestagsabgeordnete auf Nachfrage gar die Note eins für seine bisherige Arbeit in der Fraktion.

Kauder hob vor seinem Göttinger Publikum aber vor allem die aktuellen Unterschiede zum Koalitionspartner SPD hervor, die derzeit versuche, Regierung und Opposition gleichzeitig zu sein. Die CDU bemühe sich um den Mittelstand, betreibe eine solide Steuerpolitik, wolle Schuldenabbau statt Geldgeschenke und kämpfe gegen den Fachkräftemangel. Zudem müsse sich Deutschland stärker auf die Bildung konzentrieren. „Es gibt für Länder ohne Bodenschätze eine klare Regel: Wenn du es nicht im Boden hast, dann musst du es in der Birne haben“, so Kauder.

Ähnlich viel Zustimmung aus den ersten Reihen erhielt Kauder für seine Ausführungen über Flüchtlingspolitik, innere Sicherheit und ein Thema, das an diesem Tag in dieser Umgebung am stärksten polarisierte: Die Dieselaffäre: „Sicher müssen die Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Aber wir beteiligen uns nicht an der Zerstörung der deutschen Autoindustrie.“ Die Diskussion müsse mit Augenmaß geführt werden, um den guten Ruf der deutschen Industrie nicht langfristig zu beschädigen. „Wir bauen doch nicht plötzlich nur noch Schrott.“ Seine Leidenschaft für das Auto entspringe dem Bedürfnis nach Freiheit. Der CDU-Wahlkampf hat am Mittwoch in Göttingen offiziell begonnen. Und er soll knapp sechs Monate bis zur Landtagswahl andauern, versicherte Althusmann abschließend.

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