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Sommerloch? Was für'n Sommerloch?

Wochenendkolumne Sommerloch? Was für'n Sommerloch?

Sommerloch, Saure-Gurken-Zeit ...: Solche Begriffe gehören bei Journalisten eigentlich auf eine schwarze Liste. Irgendetwas ist ja immer. In einer Gegend wie dem Kreis Göttingen allemal. Genau genommen allerdings nicht an allen Ecken des Kreises (sic!).

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Saure-Gurken-Zeit? Nicht in Göttingen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

So soll es bei Straßensanierungen Baustellen geben, auf denen nicht einmal eine Schaufel oder ein Sack Zement umfällt, der da ohnehin nicht viel zu suchen hätte. Wieder ein hübsches Thema im "Sommerloch", mit dem sich die Tageblatt-Redaktion in den nächsten Tagen auseinandersetzt.

Als regelrechter Quotenkiller hat sich indes Fritz Güntzler bei seiner Schützenfest-Rede am Montag erwiesen. Sein Parteifreund hatte im Vorjahr auf der Fremdschämskala von null bis zehn noch eine glatte 100 erreicht und für hohe Aufmerksamkeit gegenüber unserer Berichterstattung gesorgt, aber Güntzler ist stil- und trittsicher bei der null kleben geblieben. Schön für den Redner, schade um die Schlagzeilen. Respekt! Nicht einmal sein eingangs präsentierter Joke über den Zusammenhang zwischen Frauen und Fahrkünsten führte zum Punktabzug in der B-Note, denn schließlich wirbt kein Wahlkämpfer um Stimmen von Frauen mit Emanzipationshintergrund in einem Schützenfestzelt. Nicht in Niedersachsen.

Auch die gefühlt suboptimale Wetterlage ist für die Redaktion kein Grund zur Verzweiflung. Tageblatt-Wetterfee Britta Bielefeld recherchiert gerade, wie normal dieser Sommer tatsächlich ist, und wenn die Lücke zwischen Theorie und Realität ebenso wie die Menge an Regenwasser groß wird, greifen Sie einfach auf unsere Kulturtipps zurück. Vier Stück, und alle sehr ernstgemeint:

Noch bis zum 13. August ist im Alten Rathaus die Schau "Lichtenberg Reloaded" zu sehen. WP Fahrenberg hat eine zum Niederknien schöne Ausstellung mit Arbeiten von 42 Künstlerinnen und Künstlern zusammengestellt, die sich mit dem Göttinger Stadtheiligen Georg Christoph Lichtenberg auseinandergesetzt haben.

In Kassel zeigt die documenta 14 die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Zu sehen noch bis zum 17. September. Gleichsam als Gegenveranstaltung läuft in Hannover in der Kestnergesellschaft, im Sprengel Museum und im Kunstverein die Kunstschau "Made in Germany 3". Am besten Zeit einplanen und beides ansehen. 

Ebenfalls in Kassel sind unter dem Titel "Caricatura 7" "weltpolitische Empfehlungen der Komischen Kunst" zu sehen. Schwerpunkte sind die Arbeiten deutscher Akteure der Komischen Kunst, von Ernst Kahl bis Rudi Hurzlmeier und Til Mette, außerdem die Auseinandersetzung mit der Türkei. Spannend, interessant, lehrreich - und saukomisch. 

Etwas für Sie dabei? Hoffentlich.

Schönes Wochenende wünscht

Christoph Oppermann

Mail: c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

Twitter: @tooppermann

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