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Sommerzeit 100 Jahre alt

Umstellung erstmals im Ersten Weltkrieg Sommerzeit 100 Jahre alt

Seit genau 100 Jahren gibt es den Wechsel zur Sommerzeit. Allerdings mit langen Unterbrechungen.

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Eine Postkarte zur Einführung der Sommerzeit.

Quelle: EF

Göttingen. „Einführung der ,Sommerzeit' durch Vorstellen der Uhren in der Nacht von 11 auf 12 Uhr“, verzeichnet die Chronik der Stadt Göttingen am 1. Mai 1916. Grund der reichsweiten Einführung der Sommerzeit damals: Man versprach sich Energieeinsparungen, weil die künstliche Beleuchtung an langen Sommerabenden kürzer ausfallen könne. Als Reaktion darauf führten auch die Kriegsgegner Großbritannien und Frankreich noch im gleichen Jahr dieselbe Regelung ein.

Für den 1. Oktober 1916 verzeichnet die Göttinger Stadtchronik das Ende der Sommerzeit: Die Göttinger stellen ihre Uhren in der Nacht von 1 auf 12 Uhr zurück. Drei Jahre lang stellte man im Deutschen Kaiserreich die Uhren von Ende März bis Ende September eine Stunde vor. Doch 1919, zu Beginn der Weimarer Republik, war Schluss damit: Es galt wieder während des gesamten Jahres die Mitteleuropäische Zeit.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges jedoch wurde die Sommerzeit im Jahr 1940 wieder eingeführt. Die Hoffnung auch diesmal: Energieeinsparung. Eine Stunde mehr Tageslicht sollte auch der Arbeit in der Rüstungsindustrie zugutekommen. Erst im Jahr 1949 wurde die umstellung in West- wie in Ostdeutschland beendet.

Aber nur bis 1980. Ab dann gab es den Wechsel zwischen Sommer- und Normalzeit in fast allen europäischen Staaten. Als letztes mitteleuropäisches Land folgte ein Jahr später die Schweiz.

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