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Sonnenuhr: Ende des Schattendaseins

Zeitmesser vor dem Städtischen Museum Sonnenuhr: Ende des Schattendaseins

Die Sonnenuhr im Vorgarten des Städtischen Museums zeigt, Sonnenschein vorausgesetzt, wieder die Uhrzeit an. Auf private Initiative von Peter Kasten vom Förderverein Planetarium Göttingen ist die Sonnenuhr seit 2008 aufwendig restauriert worden.

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Restaurierte Sonnenuhr: Astrophysiker Dieter Schmitt hat ihre Umrisse neu berechnet.

Quelle: Hinzmann

Seit Donnerstag, 23. September, steht sie, aus der schattigen Ecke des Gartens befreit, neben dem sonnigen Museumseingang und wurde wieder ihrer Bestimmung übergeben. Nicht nur der Sandstein der Uhr ist restauriert worden, auch die Schattenwerfer der Uhr sind komplett erneuert worden.

Damit die Uhr die Zeit auch korrekt anzeigen kann, hat der Astrophysiker Dieter Schmitt ihre Umrisse und ihre Lage neu berechnet. An der Restaurierung waren die Firmen Bachmann und Wille und Paland Metallbau ebenso beteiligt wie Schüler der Berufsbildenden Schulen II. Bei der Uhr handelt es sich um eine Polyeder-Sonnenuhr. Sie besteht aus einem sogenannten Rhombenkuboktaeder, einem archimedischen Körper. Als Außenflächen hat er 18 gleichgroße Quadrate und acht gleichseitige Dreiecke. 25 der 26 Flächen dienen als Sonnenuhr. Die Schattenwerfer sind dort eingelassen.

Diese Göttinger Uhr ist eine von heute noch sieben bundesweit existierenden Polyeder-Sonnenuhren. Sie wurden überwiegend im 18. Jahrhundert als Zierobjekte in Parks und Gärten aufgestellt. Die Göttinger Uhr ist vermutlich zwischen 1800 und 1850 entstanden. Sie stand zunächst bis 1934 im Garten der Johann-Sillem-Stiftung, Weender Landstraße 9/11. Dann wurde sie in den Vorgarten des Museums umgesetzt, wo sie seitdem auf eine Sanierung wartete. Die Schattenwerfer waren lange Zeit verrostet, der Stein stark verrußt. Aus finanziellen Gründen hat das Museum eine Restaurierung in der Vergangenheit nicht leisten können.

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