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Kommunalwahl 2016: Wie geht wählen?

Sonntag, 11. September, ist Wahltag Kommunalwahl 2016: Wie geht wählen?

Sonntag sind in Niedersachsen Kommunalwahlen. Dann entscheiden die Stimmberechtigten über die Zusammensetzung ihrer Kommunalgremien. Es gilt, über Räte, Landräte und Kreistage abzustimmen. Wie das geht und was die Wähler erwartet, ist gar nicht so kompliziert.

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BUBUFoto: Wenzel

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. In Göttingen können 96 500 Bürger über Landrat und Kandidaten für Kreistag, Stadtrat und Ortsräte abstimmen. Im neuen Landkreis Göttingen mit dem bisherigen Landkreis Osterode sind es 268 853.

Was wird gewählt?

Die Landkreise Göttingen und Northeim wählen einen neuen Kreistag. Auch die Göttinger wählen dieses Gremium. Außerdem wird am Sonntag entschieden, wer als Göttinger Landrat ab November der Kreisverwaltung vorsteht und den Landkreis politisch repräsentiert.

Ebenfalls gewählt werden Gemeinde-, Stadt- und Ortsräte. Für welches Gremium gestimmt werden kann, hängt vom jeweiligen Wohnort ab. In Samtgemeinden wird ein Samtgemeinderat gewählt und die angeschlossenen Mitgliedsgemeinden wählen Räte. Einheitsgemeinden stimmen über Gemeinde- oder Ortsräte ab. Das gilt auch für die Stadt Göttingen, die einen Stadtrat und mehrere Ortsräte hat. Ausgenommen sind Stadtteile wie die Innenstadt, in der es keinen Ortsrat gibt. Außerdem stehen in Nörten-Hardenberg und Walkenried Bürgermeisterwahlen an.

Wie wird gewählt?

Bei der Landratswahl entscheiden sich die Wähler für einen Bewerber, hinter dem auf dem Stimmzettel ein Kreuz gemacht wird. Drei Kreuze auf jedem Stimmzettel können für die Wahl des Kreistages, der Samtgemeinde-, Gemeinde-, Stadt- und Ortsräte vergeben werden. Sie können alle einer Partei oder einem Kandidaten gegeben oder ganz unterschiedlich verteilt werden. Auch ein oder zwei Kreuze sind erlaubt. Bei mehr als drei Kreuzen verliert der Stimmzettel allerdings seine Gültigkeit. Das passiert auch bei schriftlichen Bemerkungen oder Kritzeleien.

Wer darf wählen?

Wählen dürfen alle Deutschen und Bürger aus den EU-Mitgliedsstaaten, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Sie haben vorab eine Wahlbenachrichtigung erhalten, wenn sie im Wählerverzeichnis der Kommune registriert sind.

Wo und wann wird gewählt?

Gewählt wird in dem Wahllokal, dass auf der Benachrichtigung genannt ist. Die Wahllokale sind am Sonntag, 11. September, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Gegen Vorlage der Benachrichtigung oder eines gültigen Personaldokuments gibt es die Stimmzettel. Bei plötzlicher Erkrankung oder anderen Notfällen kann eine schriftlich bevollmächtigte Person mit der ausgefüllten Wahlkarte auch Briefwahlunterlagen bei der Gemeinde abholen, die bis 18 Uhr ausgefüllt wieder abgegeben werden müssen.

Wie wird gezählt?

Ab 18 Uhr wird in fester Reihenfolge ausgezählt: Zuerst die Landratswahl, dann die Kreiswahl, die Gemeinderäte und abschließend die Ortsräte. Nach einer Rechenformel ergibt sich, wie die Stimmen auf das Parteigewicht, die Kandidaten und ihren Listenrang wirken. Bei der Kommunalwahl gibt es übrigens keine Fünf-Prozent-Hürde. wes

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