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Sorgen beim Frauenhaus

Finanzielle Kürzungen Sorgen beim Frauenhaus

Frauenhäuser befürchten im kommenden Jahr erhebliche Kürzungen ihrer Zuwendungen durch das Land Niedersachsen. Über eine Neugestaltung der entsprechenden Richtlinie werde zurzeit verhandelt, heißt es in einer Mitteilung.

Auch im Göttinger Frauenhaus sieht man die Neuverhandlung der Förderrichtlinie mit Sorge. „Frauenhäuser können nicht komplett belegungsabhängig finanziert werden, sonst ist die Aufrechterhaltung der Infrastruktur nicht möglich“, gibt Barbara Decker vom Frauenhaus Göttingen zu bedenken. Tägliche Erreichbarkeit und jederzeitige Notaufnahmen von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern in Krisensituationen gehörten ebenso zum Angebot des Frauenhauses wie Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauenhäuser fordert in ihrer Stellungnahme sichere Finanzierungsstrukturen, die eine personelle Grundausstattung für jedes Frauenhaus vorsehen. Zusätzlich sei eine Kostenbeteiligung pro Frauenhausplatz von Seiten des Landes nötig. Frauenhausfinanzierung dürfe nicht von der jeweiligen Haushaltssituation abhängig sein und in Zeiten knapper Haushalte zur Disposition stehen, heißt es in der Stellungnahme weiter. Einen ersten Entwurf für eine neue Förderrichtlinie erwarten die Frauenhäuser im Laufe des nächsten Monats.

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