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Soundcheck-City

Wochenendkolumne Soundcheck-City

Göttingen ist umbenannt. So ganz ohne Ratsbeschluss und Demo – es geht also doch. „NDR2 Soundcheck-City“ lautet seit Donnerstag die neue Bezeichnung, gekennzeichnet durch gelbe Ortseingangsschilder an den Einfallstraßen der Stadt. Für drei Tage wohlgemerkt, denn „unser“ NDR zeigt Flagge für Südniedersachsen und lädt zum großen Festival.

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Quelle: Christina Hinzmann

Schade, dass wir keine Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr haben, die den ganzen Trubel eröffnet. Im kleinen Wacken hat es die dortige Combo sogar bis zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag geschafft. Das wäre doch aber mal eine schöne Idee für die künftigen „Soundchecks“ in der Unistadt. Eine offizielle Eröffnung auf dem Albaniplatz, zur Not mit den Eichenbergern oder fällt Ihnen noch eine andere Kapelle ein?
Zum sechsten Mal ist Göttingen für drei Tage das Mekka der musikalischen Newcomer. Für die Stadt ist das ein Geschenk.  Zum einen natürlich für die Menschen in Südniedersachsen, die einmal mehr ein exzellentes Festival vor der eigenen Haustür erleben dürfen. Aber auch die Verantwortlichen für das Stadtmarketing dürften sich die Hände reiben. Göttingen und „Soundcheck“ sind landesweit über Wochen in aller Munde.
Und als Clueso am Donnerstagabend beim Opener in der Stadthalle die Besucher fragte, ob sie aus Göttingen kommen oder angereist sind, war jedem offensichtlich, wie viele Musikfans von außerhalb zu dem Festival anreisen.
Hoffentlich kann Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler heute Abend verkünden, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Umbenennung der Stadt für drei Tage geben wird. Selbstverständlich ist es jedenfalls nicht, dass der NDR mit einem Tross Station an der Leine macht, und es gibt einige Städte, die auch liebend gerne für drei Tage andere Ortsschilder an den Einfallstraßen hätten.
Der Stadtrat hat schon einmal seine Bereitschaft signalisiert, das Festival  in den nächsten Jahren zu unterstützen. Die Südniedersachsen können heute auch Farbe bekennen und die „City-Stage“ am Albaniplatz zu einem echten Festivalgelände machen. Selbst das Wetter soll mitspielen. Also, auf zum Albaniplatz, auch wenn es keine „Göttingen Firefighters“ als Kapelle gibt. Die Botschaft an den NDR wäre dann aber eindeutig: Es gibt nur eine „Soundcheck City“ in Niedersachsen.
Ein schönes Wochenende mit guter Musik wünscht Ihnen

Uwe Graells

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Von Redakteur Dr. Uwe Graells