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Sozial benachteiligte Kinder auf Schulbauernhof Hardegsen

Kühe melken, Gemüse ernten Sozial benachteiligte Kinder auf Schulbauernhof Hardegsen

Knapp 100 Kindern aus sozial benachteiligten oder finanzschwachen Familien ermöglicht die Deutsche Fernsehlotterie einen Aufenthalt auf dem Internationalen Schulbauernhof in Hardegsen. Drei Wochen lang machen sie dort in drei Gruppen Urlaub.

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Ferienidyy auf dem Schulbauernhof: Kinder haben Gemüse geerntet.

Quelle: Hinzmann

Hardegsen. Die einen kochen, die anderen melken oder kümmern sich um die Tiere. Mit Claudia Eicke-Schäfer lernen sieben Kinder, wie man aus Schafwolle Fäden spinnt. „Ist es egal, in welcher Richtung ich drehe“, fragt Tamara (9). Die Richtung sei wichtig, erklärt Eicke-Schäfer. Drehe man andersherum, löse man das Garn auf. Eine weitere Gruppe versorgt die Hühner. Die Kinder haben den Stall ausgemistet und den Hühnern ein neues Sandbad eingerichtet. Der zehnjährige Koyo aus Hannover spielt mit Salim (13) Skip-Bo. Ihm gefällt es gut auf dem Schulbauernhof.

Mehr als 800 Heranwachsende hat die Deutsche Fernsehlotterie in ganz Deutschland für Ferienaufenthalte ausgesucht. In neun Schulbauernhöfen oder Zirkuscamps sollen sie eine erlebnisreiche Zeit verbringen, sagt Regina Terzic von der Fernsehlotterie. Der Schulbauernhof Hardegsen ist als einziger in Niedersachsen ausgewählt worden. „Die Kinder sollen in der Region bleiben“, betont Terzic. Über den Fachanbieter für Betreuungen (FaB) Hannover, die Kirchengemeinde Wissingen/Jeggen und das Albert-Schweitzer Familienwerk in Uslar sei die derzeitige Gruppe zusammengestellt worden.

Die Kinderreisen der Fernsehlotterie haben eine lange Tradition: 1948 wurden zum ersten Mal Kindern aus dem zerbombten Berlin Urlaubsreisen nach Westdeutschland ermöglicht. Zu ihrem 50-jährigen Bestehen vor neun Jahren habe die Deutsche Fernsehlotterie diese Tradition wieder aufleben lassen, erläutert Terzic. Von Aufenthalten auf Schulbauernhöfen nähmen die Kinder einen „Mehrwert“ mit, sagt der Geschäftsführer der Fernsehlotterie, Christian Kipper. Die Kinder lernten, dass die Milch nicht aus dem Supermarkt komme, und könnten den Weg der Nahrungsmittel „vom Feld bis auf den Teller“ begleiten. Sie könnten Neues an sich entdecken und entwickeln. Dabei helfe der strukturierte Tagesablauf.  Für den Schulbauernhof mit seinem sozialen Anspruch sei die Aufnahme von benachteiligten Kindern eine hervorragende Ergänzung, sagt Axel Unger als Geschäftsführer vom Schulbauernhof. Und die Vertreter von Fernsehlotterie und Schulbauernhof denken noch weiter: Nicht nur Kindern, sondern auch sozial benachteiligten Familien würden sie gerne Ferien anbieten.

Von Ute Lawrenz

Sozial benachteiligte Kinder auf Schulbauernhof Hardegsen ©Hinzmann

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